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	<title>wiki.climate-thinking.de - Benutzerbeiträge [de]</title>
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	<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
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		<id>http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Benutzer:Nicole_Kasper/Werkstatt&amp;diff=5748</id>
		<title>Benutzer:Nicole Kasper/Werkstatt</title>
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		<updated>2023-04-19T12:40:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Nicole Kasper: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Werkstatt}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Klimafreundliche Selbstdarstellung von Unternehmen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Artikel ist Teil der Reihe [[Unternehmenskommunikation]] und befasst sich mit der [[Multimodalität|multimodalen]] Konstruiertheit von klimafreundlicher Selbstdarstellung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Thematik des Klimawandels begegnet uns im Alltag nicht nur durch die [[Analyse von Pressetexten|Massenmedien]], sondern auch auf Lebensmitteln, Kosmetikartikelverpackungen, oder aller anderen Art von Alltagsgegenständen. Grund dafür sind die unterschiedlichen mehr oder weniger kleinen „Nachhaltigkeitstexte“, die nicht nur auf Produktverpackungen, sondern auch auf Webseiten und Social Media Auftritten von Unternehmen, in der Werbung oder in Katalogen, zu finden sind. Daran ist u.a. zu erkennen, dass das Thema omnipräsent und aus den öffentlichen [[Diskurs und Diskursanalyse|Diskursen]] nicht mehr wegzudenken ist.&lt;br /&gt;
Mittlerweile äußert sich nahezu jedes Unternehmen zu Klimawandel oder Nachhaltigkeit. Das heißt, auch Branchen, die in der öffentlichen Diskussion eher kritisch betrachtet werden, wenn es um das Thema Klima- und Umweltschutz geht. Wie bspw. die Automobilindustrie, die Lebensmittelindustrie, insbesondere die Fleischproduktion, oder die Kreuzfahrtbranche, um nur vier zu nennen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das zeigt sich in Texten, die in der Regel nicht nur aus sprachlichen Zeichen, sondern auch aus Bildern oder anderen Zeichenmodalitäten bestehen. Somit handelt es sich aus linguistischer Sicht um [[Multimodalität|multimodale]] Texte. Wenn in diesem Beitrag von Texten die Rede ist, sind diese multimodal verfassten Texte (mit-)gemeint, da hier von einem semiotisch erweiterten Textbegriff ausgegangen wird. Nach diesem Verständnis trägt jede Zeichenform, die in einem Text verwendet wird, für einen wichtigen Teil zur Bedeutungsbildung des Textes bzw. dessen Aussage bei.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Klug, Nina-Maria |Titel=Multimodale Text- und Diskurssemantik |Herausgeber*in=Nina-Maria Klug/Hartmut Stöckl |Sammelband=Handbuch Sprache im multiomdalen Kontext |Ort=Berlin/Boston |Verlag=De Gruyter |Jahr=2016 |Seite=165-189 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;  Für die Textanalyse bedeutet das nach Klug: „Will man [als Linguist*in, N. K.] Sprache so beschreiben, wie sie gebraucht wird, lässt sie sich nicht aus ihren multimodalen Kontexten lösen“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Klug, Nina-Maria |Titel=Multimodale Text- und Diskurssemantik |Herausgeber*in=Nina-Maria Klug/Hartmut Stöckl |Sammelband=Handbuch Sprache im multiomdalen Kontext |Ort=Berlin/Boston |Verlag=De Gruyter |Jahr=2016 |Seite=168 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;  Das heißt, die Linguist*innen analysieren nicht nur die Sprache eines Textes, sondern alle Zeichenmodalitäten, die in dem zu untersuchenden Kommunikat vorkommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Funktion von (Nachhaltigkeits)- Texten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Texte dienen vor allem der Kommunikation. Diese Kommunikation kann unterschiedliche Funktionen haben, deshalb spricht man auch von der sogenannten Textfunktion. Die „Nachhaltigkeits-Texte“, um die es hier geht, übernehmen zwei Funktionen: Zum einen übermitteln sie eine sachliche Information – bspw., dass Tee aus nachhaltigem Anbau etc. sei – und gleichzeitig vermitteln sie auch ein gewisses Image eines Unternehmens. Durch eine [[Analyse von Pressetexten|pragmalinguistische Textanalyse]] solcher Texte, die auf Webseiten oder Produkten stehen, lässt sich somit auch einiges über die Selbstdarstellung dieser Firmen erkennen. Im Folgenden wird auf drei Formen eingegangen, die zu einer klimafreundlichen Selbstinszenierung beitragen können und die Zeichenmodalitäten Sprache und Bild mit einbeziehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Klimawandel und der Nachhaltigkeits-Frame ===&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Auch wenn in Texten, die Unternehmen auf ihren Webseiten oder auf Produktverpackungen veröffentlichen, nicht immer explizit vom Klimawandel oder Klimaschutz die Rede ist, sondern vermehrt der Begriff Nachhaltigkeit verwendet wird, ist die Klimathematik dennoch mitgemeint. Denn hinter dem „großen“ Begriff der Nachhaltigkeit stehen Themen und Maßnahmen der Schonung natürlicher Ressourcen und somit letztendlich wieder der Klima- und Umweltschutz. Dass Leser*innen das erkennen und einordnen, liegt an sogenannten Frames – genauer: Wissensrahmen -. Diese sind „kognitive Einheiten, in denen stereotypes Wissen über Sachverhalte und Situationen gespeichert ist. Sie dienen der Orientierung in der Welt“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Gardt, Andreas |Titel=Textsemantik. Methoden der Bedeutungserschließung |Herausgeber*in=Jochen A. Bär/Marcus Müller |Sammelband=Geschichte der Sprache - Sprache der Geschichte. Probleme und Perspektiven der historischen Sprachwissenschaft des Deutschen. Oskar Reichmann zum 75. Geburtstag |Ort=Berlin |Verlag=Akademie Verlag |Jahr=2012 |Seite=60-83 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;  und sie helfen uns dabei verschiedene Sachverhalte zu verstehen, da in ihnen unser sogenanntes ‚Weltwissen‘ verankert ist. „Frames ‚enthalten‘ Frames und Frames ‚sind Teil von‘ übergeordneten Frames“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Klug, Nina-Maria |Titel=Framesemantik als Basis textsemantischer Analyse |Herausgeber*in=Ewa Drewnowska-Vargane/Peter Bassola |Sammelband=Schnittstelle Text |Ort= |Verlag= |Jahr=2014 |Seite=247-272, hier S.251 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Wissensrahmen können bei uns durch verschiedene Zeichenmodalitäten wie Sprache, Bilder, Gerüche oder auch Geräusche evoziert werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Klug, Nina-Maria |Titel=Framesemantik als Basis textsemantischer Analyse |Herausgeber*in=Ewa Drewnowska-Vargane/Peter Bassola |Sammelband=Schnittstelle Text |Ort= |Verlag= |Jahr=2014 |Seite=247-272, hier S.255 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;  Das heißt, aufgrund der kognitiven Verknüpfung der Frames verbinden Rezipient*innen den Nachhaltigkeitsbegriff automatisch u.a. mit dem Klimawandel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sprachliche Konstruiertheit von Klimafreundlichkeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Unternehmen führen mittlerweile eine extra Rubrik zur Nachhaltigkeit auf ihrer Webseite&amp;lt;ref&amp;gt;Gemeint ist hier nicht der Nachhaltigkeitsbericht, den einige Firmen jährlich veröffentlichen.&amp;lt;/ref&amp;gt;, auf der sie sich dazu äußern, welche Maßnahmen sie für ein nachhaltiges Handeln und Produzieren befolgen. Dabei kann zwischen expliziten und impliziten Äußerungen unterschieden werden. Zum klaren Ansprechen der Thematik zählen Formulierungen wie Unser Beitrag zum Klimaschutz, Gut fürs Klima oder Wir setzen uns für den Schutz der Umwelt ein etc. In der Sprachwissenschaft spricht man in diesen Fällen auch von der punktuellen Bedeutungsbildung. Bei dieser kann man „bei der Frage nach der Bedeutung des Textes meist auf einzelne Textstellen verweisen, die man für semantisch relevant hält, wie bspw. zentrale lexikalische Ausdrücke“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Gardt, Andreas |Titel=Kunst und Sprache. Beobachtungen anlässlich der documenta 12 |Herausgeber*in=Achim Barsch/Helmut Scheuer/Georg-Michael Schulz |Sammelband=Literatur - Kunst - Medien. Festschrift für Peter Seibert zum 60. Geburtstag |Ort=München |Verlag= |Jahr=2008 |Seite=201-224, hier S. 14ff. }}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Das Gegenteil davon ist die flächige Bedeutungsbildung, bzw. das implizite Sprechen über klimafreundliches Handeln, sozusagen das, was man allgemeinsprachlich auch das „zwischen den Zeilen stehende“ nennt. Bei solchen Texten haben die Rezipient*innen den Eindruck, dass ein Unternehmen oder eine Person klimafreundlich handelt, ohne dass diese Themen direkt angesprochen werden. An folgendem Textausschnitt soll das einmal exemplifiziert werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…] Wenn Alteisensammlung war, zogen wir mit dem Anhänger durch die Straßen und sammelten alte kaputte Fahrradteile ein, aus denen wir dann wieder funktionierende Velos zusammenbauten […]. [Und, N.K.], weil uns […] unser Vater gezeigt hat, wie ein Komposthaufen funktioniert und es Spaß macht, wenn man in Kreisläufen denkt und handelt […] entstand die Einsicht, dass aus Abfall, im besten Fall, noch einmal etwas wird […].“&amp;lt;ref&amp;gt;Dieser Textausschnitt stammt von der Webseite der Firma FREITAG aus der Schweiz, die u.a. Taschen aus recycelter LKW-Plane herstellt. Zuletzt abgerufen am 25.05.2015.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Handlungen, die hier in dem Textauszug beschrieben werden, können als Inbegriff des nachhaltigen Handelns gesehen werden. Aus alten Dingen wird Neues hergestellt. Hieran ist zu erkennen, dass es das Schlagwort der Nachhaltigkeit oder des Umweltschutzes gar nicht braucht, um den Wissensrahmen von Nachhaltigkeit bei uns auszulösen. Da die Bedeutung hier nicht an einem einzelnen Wort festzumachen ist, sondern durch die Summe der Lexeme bzw. Handlungsbeschreibungen, nämlich das Einsammeln von Alteisen, das Zusammenbauen neuer Fahrräder aus alten kaputten Fahrradteilen sowie das Denken in Kreisläufen und Recyceln von Abfall, ist in der Linguistik in solchen Fällen auch von der sogenannten flächigen Bedeutungsbildung die Rede. Das heißt: Die Bedeutung entsteht „durch die Summe der semantischen Wirkung von Textelementen, ohne dass ein einzelnes dieser Textelemente bereits die nur über die Gesamtfläche des Textes entstehende Bedeutung anzeigt“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Gardt, Andreas |Titel=Kunst und Sprache. Beobachtungen anlässlich der documenta 12 |Herausgeber*in=Achim Barsch/Helmut Scheuer/Georg-Michael Schulz|Sammelband=Literatur - Kunst - Medien. Festschrift für Peter Seibert zum 60. Geburtstag |Ort=München |Verlag= |Jahr=2008 |Seite=201-224, hier S.214ff }}&amp;lt;/ref&amp;gt;  Kurz gesagt: der klimafreundliche Eindruck bildet sich über die Fläche des Textes, durch die Handlungsbeschreibungen, die zur Nachhaltigkeit passen heraus und somit bei den Rezipient*innen den Nachhaltigkeits- und Klimaschutzframe auslösen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Funktion und Einsatz von Bildern ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch nicht nur Sprache kann ein klimafreundliches Image vermitteln, sondern auch der Einsatz von Bildern trägt dazu bei. Dabei haben Bilder gegenüber der Sprache den Vorteil, dass sie holistisch (ganzheitlich) wahrgenommen werden. Die Rezipient*innen erfassen die Aussage eines Bildes sozusagen auf einen Blick. Man spricht auch vom Bildüberlegenheitseffekt&amp;lt;ref&amp;gt;Zum Bildüberlegenheitseffekt siehe z.B. Kroeber-Riel, Werner (1993): Bildkommunikation. München. Oder Klug, Nina-Maria (2018): Wenn Schlüsseltexte Bilder sind. Aspekte von Intertextualität in Presse und öffentlichem Raum. In: Steffen Pappert/Sascha Michel (Hrsg.): Multimodale Kommunikation in öffentlichen Räumen. Texte und Textsorten zwischen Tradition und Innovation. Stuttgart, S.109-133, hier S. 117.&amp;lt;/ref&amp;gt;  gegenüber sprachlichen Äußerungen, da Sprache linear wahrgenommen wird und somit die Rezeptionszeit der Sprache länger dauert.&amp;lt;ref&amp;gt;Zu den Potenzialen der Zeichensysteme siehe z.B. Nöth, Winfried (2000): Handbuch der Semiotik. Kapitel 9 Bild und Text, 481-490.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
In diesen „Nachhaltigkeits-Texten“, sind u.a. Bilder zu sehen, auf denen intakte Natur mit klarem Wasser, grünen Bäumen, farbenprächtigen Fischen, Schildkröten unter Wasser oder sauberen Meeren, oder aber auch Windräder oder Solarzellen abgebildet sind. Teilweise stehen im Kotext dieser Bilder die Wörter Nachhaltigkeit, Umweltschutz und der Firmenname des jeweiligen Unternehmens oder die Branche. Bei einigen Kreuzfahrtanbietern bspw. Nachhaltige Kreuzfahrt.&lt;br /&gt;
In Kombination mit Sprache tragen diese Bilder dazu bei, dass wir einen klimafreundlichen Eindruck im Kopf behalten. Grund dafür ist unser Welt- bzw. verstehensrelevantes Wissen, das durch diese Bilder evoziert wird. Denn durch das wissen die Rezipient*innen, dass klares Wasser und farbenfrohe Fische ein Zeichen dafür sind, dass diese gesund sind sowie Solarzellen und Windräder als klimafreundliche oder auch grüne Energiequellen gelten. Und somit als Zeichen für Umwelt- oder Klimaschutz in unserer Gesellschaft stehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Siegel als Argumente aus dem Autoritätstopos ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Möglichkeit sein klimafreundliches Image zum Ausdruck zu bringen ist die Angabe und der Verweis auf anerkannte Umwelt- oder Klimaschutzsiegel. Zu finden sind diese Siegel bspw. auf Produkten wie Teepackungen, Schreibheften, Büchern etc. Doch auch ein bekanntes Kreuzfahrtschiff trägt mittlerweile das Umweltzeichen des Blauen Engels. Mit dem Abdrucken dieser Siegel, die ein Unternehmen für seine Klima- oder Umweltschutzleistungen bekommen hat, argumentiert es sozusagen aus dem Autoritätstopos heraus, dass es verantwortungsbewusst im Sinne des Klimaschutzes etc. handelt. Das funktioniert deshalb, weil einem Siegel oder einem Prüfzeichen in unserer Gesellschaft allgemein eine große Bedeutung zugesprochen wird, weil man davon ausgehen kann, dass Produkte, die ein Umweltsiegel bspw. von Seiten einer dafür autorisierten Institution tragen, besonders geprüft wurden.&lt;br /&gt;
Die Autorität ist dabei die Institution, die das Siegel vergibt und die dafür verantwortlich ist, zu prüfen, ob ein Unternehmen oder ein Produkt den Richtlinien dieses Zertifikates entspricht. Grundlage dessen ist die allgemeine Übereinkunft, dass Expertenwissen höher einzuschätzen ist als das Wissen von Laien.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Ottmers, Clemens |Titel=Rhetorik |Ort=Stuttgart |Verlag=J.B. Metzler |Jahr=2007 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anscheinend ist der Klimawandel, der Teil des Nachhaltigkeitsframes ist, ein Thema dem sich keine Branche und auch kein Unternehmen mehr entziehen kann, ohne auch selbst ein Statement dazu abzugeben, auch etwas gegen die Klimakatastrophe zu tun. Was in der heutigen [[Diskurs und Diskursanalyse|Diskurssituation]] vielleicht als selbstverständlich angesehen wird, war keines falls „schon immer so“. Dafür genügt ein Blick auf die Werbung eines großen Erdölproduzenten aus dem Jahr 1962. In dieser heißt es: „[https://books.google.de/books?id=k00EAAAAMBAJ&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;hl=de&amp;amp;source=gbs_ge_summary_r&amp;amp;cad=0#v=twopage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Each day Humble supplies enough Energy to melt 7 Million Tons of Glacier!”]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in= |Titel=Life Magazine |Jahr=1962 |Website=https://books.google.de/books?id=k00EAAAAMBAJ&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;hl=de&amp;amp;source=gbs_ge_summary_r&amp;amp;cad=0#v=twopage&amp;amp;q&amp;amp;f=false |Online= |Abruf=19.04.2023 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
In den 1960-er Jahren konnte demnach ein erdölproduzierendes Unternehmen noch damit für sich werben, dass es in der Lage sei, jeden Tag so viel Energie zu liefern, dass sie 7 Millionen Tonnen Gletschereis zum Schmelzen bringen können.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nicole Kasper</name></author>
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		<title>Benutzer:Nicole Kasper/Werkstatt</title>
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		<updated>2023-04-19T12:39:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Nicole Kasper: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Werkstatt}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Klimafreundliche Selbstdarstellung von Unternehmen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Artikel ist Teil der Reihe [[Unternehmenskommunikation]] und befasst sich mit der [[Multimodalität|multimodalen]] Konstruiertheit von klimafreundlicher Selbstdarstellung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Thematik des Klimawandels begegnet uns im Alltag nicht nur durch die [[Analyse von Pressetexten|Massenmedien]], sondern auch auf Lebensmitteln, Kosmetikartikelverpackungen, oder aller anderen Art von Alltagsgegenständen. Grund dafür sind die unterschiedlichen mehr oder weniger kleinen „Nachhaltigkeitstexte“, die nicht nur auf Produktverpackungen, sondern auch auf Webseiten und Social Media Auftritten von Unternehmen, in der Werbung oder in Katalogen, zu finden sind. Daran ist u.a. zu erkennen, dass das Thema omnipräsent und aus den öffentlichen [[Diskurs und Diskursanalyse|Diskursen]] nicht mehr wegzudenken ist.&lt;br /&gt;
Mittlerweile äußert sich nahezu jedes Unternehmen zu Klimawandel oder Nachhaltigkeit. Das heißt, auch Branchen, die in der öffentlichen Diskussion eher kritisch betrachtet werden, wenn es um das Thema Klima- und Umweltschutz geht. Wie bspw. die Automobilindustrie, die Lebensmittelindustrie, insbesondere die Fleischproduktion, oder die Kreuzfahrtbranche, um nur vier zu nennen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das zeigt sich in Texten, die in der Regel nicht nur aus sprachlichen Zeichen, sondern auch aus Bildern oder anderen Zeichenmodalitäten bestehen. Somit handelt es sich aus linguistischer Sicht um [[Multimodalität|multimodale]] Texte. Wenn in diesem Beitrag von Texten die Rede ist, sind diese multimodal verfassten Texte (mit-)gemeint, da hier von einem semiotisch erweiterten Textbegriff ausgegangen wird. Nach diesem Verständnis trägt jede Zeichenform, die in einem Text verwendet wird, für einen wichtigen Teil zur Bedeutungsbildung des Textes bzw. dessen Aussage bei.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Klug, Nina-Maria |Titel=Multimodale Text- und Diskurssemantik |Herausgeber*in=Nina-Maria Klug/Hartmut Stöckl |Sammelband=Handbuch Sprache im multiomdalen Kontext |Ort=Berlin/Boston |Verlag=De Gruyter |Jahr=2016 |Seite=165-189 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;  Für die Textanalyse bedeutet das nach Klug: „Will man [als Linguist*in, N. K.] Sprache so beschreiben, wie sie gebraucht wird, lässt sie sich nicht aus ihren multimodalen Kontexten lösen“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Klug, Nina-Maria |Titel=Multimodale Text- und Diskurssemantik |Herausgeber*in=Nina-Maria Klug/Hartmut Stöckl |Sammelband=Handbuch Sprache im multiomdalen Kontext |Ort=Berlin/Boston |Verlag=De Gruyter |Jahr=2016 |Seite=168 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;  Das heißt, die Linguist*innen analysieren nicht nur die Sprache eines Textes, sondern alle Zeichenmodalitäten, die in dem zu untersuchenden Kommunikat vorkommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Funktion von (Nachhaltigkeits)- Texten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Texte dienen vor allem der Kommunikation. Diese Kommunikation kann unterschiedliche Funktionen haben, deshalb spricht man auch von der sogenannten Textfunktion. Die „Nachhaltigkeits-Texte“, um die es hier geht, übernehmen zwei Funktionen: Zum einen übermitteln sie eine sachliche Information – bspw., dass Tee aus nachhaltigem Anbau etc. sei – und gleichzeitig vermitteln sie auch ein gewisses Image eines Unternehmens. Durch eine [[Analyse von Pressetexten|pragmalinguistische Textanalyse]] solcher Texte, die auf Webseiten oder Produkten stehen, lässt sich somit auch einiges über die Selbstdarstellung dieser Firmen erkennen. Im Folgenden wird auf drei Formen eingegangen, die zu einer klimafreundlichen Selbstinszenierung beitragen können und die Zeichenmodalitäten Sprache und Bild mit einbeziehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Klimawandel und der Nachhaltigkeits-Frame ===&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Auch wenn in Texten, die Unternehmen auf ihren Webseiten oder auf Produktverpackungen veröffentlichen, nicht immer explizit vom Klimawandel oder Klimaschutz die Rede ist, sondern vermehrt der Begriff Nachhaltigkeit verwendet wird, ist die Klimathematik dennoch mitgemeint. Denn hinter dem „großen“ Begriff der Nachhaltigkeit stehen Themen und Maßnahmen der Schonung natürlicher Ressourcen und somit letztendlich wieder der Klima- und Umweltschutz. Dass Leser*innen das erkennen und einordnen, liegt an sogenannten Frames – genauer: Wissensrahmen -. Diese sind „kognitive Einheiten, in denen stereotypes Wissen über Sachverhalte und Situationen gespeichert ist. Sie dienen der Orientierung in der Welt“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Gardt, Andreas |Titel=Textsemantik. Methoden der Bedeutungserschließung |Herausgeber*in=Jochen A. Bär/Marcus Müller |Sammelband=Geschichte der Sprache - Sprache der Geschichte. Probleme und Perspektiven der historischen Sprachwissenschaft des Deutschen. Oskar Reichmann zum 75. Geburtstag |Ort=Berlin |Verlag=Akademie Verlag |Jahr=2012 |Seite=60-83 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;  und sie helfen uns dabei verschiedene Sachverhalte zu verstehen, da in ihnen unser sogenanntes ‚Weltwissen‘ verankert ist. „Frames ‚enthalten‘ Frames und Frames ‚sind Teil von‘ übergeordneten Frames“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Klug, Nina-Maria |Titel=Framesemantik als Basis textsemantischer Analyse |Herausgeber*in=Ewa Drewnowska-Vargane/Peter Bassola |Sammelband=Schnittstelle Text |Ort= |Verlag= |Jahr=2014 |Seite=247-272, hier S.251 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Wissensrahmen können bei uns durch verschiedene Zeichenmodalitäten wie Sprache, Bilder, Gerüche oder auch Geräusche evoziert werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Klug, Nina-Maria |Titel=Framesemantik als Basis textsemantischer Analyse |Herausgeber*in=Ewa Drewnowska-Vargane/Peter Bassola |Sammelband=Schnittstelle Text |Ort= |Verlag= |Jahr=2014 |Seite=247-272, hier S.255 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;  Das heißt, aufgrund der kognitiven Verknüpfung der Frames verbinden Rezipient*innen den Nachhaltigkeitsbegriff automatisch u.a. mit dem Klimawandel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sprachliche Konstruiertheit von Klimafreundlichkeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Unternehmen führen mittlerweile eine extra Rubrik zur Nachhaltigkeit auf ihrer Webseite&amp;lt;ref&amp;gt;Gemeint ist hier nicht der Nachhaltigkeitsbericht, den einige Firmen jährlich veröffentlichen.&amp;lt;/ref&amp;gt;, auf der sie sich dazu äußern, welche Maßnahmen sie für ein nachhaltiges Handeln und Produzieren befolgen. Dabei kann zwischen expliziten und impliziten Äußerungen unterschieden werden. Zum klaren Ansprechen der Thematik zählen Formulierungen wie Unser Beitrag zum Klimaschutz, Gut fürs Klima oder Wir setzen uns für den Schutz der Umwelt ein etc. In der Sprachwissenschaft spricht man in diesen Fällen auch von der punktuellen Bedeutungsbildung. Bei dieser kann man „bei der Frage nach der Bedeutung des Textes meist auf einzelne Textstellen verweisen, die man für semantisch relevant hält, wie bspw. zentrale lexikalische Ausdrücke“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Gardt, Andreas |Titel=Kunst und Sprache. Beobachtungen anlässlich der documenta 12 |Herausgeber*in=Achim Barsch/Helmut Scheuer/Georg-Michael Schulz |Sammelband=Literatur - Kunst - Medien. Festschrift für Peter Seibert zum 60. Geburtstag |Ort=München |Verlag= |Jahr=2008 |Seite=201-224, hier S. 14ff. }}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Das Gegenteil davon ist die flächige Bedeutungsbildung, bzw. das implizite Sprechen über klimafreundliches Handeln, sozusagen das, was man allgemeinsprachlich auch das „zwischen den Zeilen stehende“ nennt. Bei solchen Texten haben die Rezipient*innen den Eindruck, dass ein Unternehmen oder eine Person klimafreundlich handelt, ohne dass diese Themen direkt angesprochen werden. An folgendem Textausschnitt soll das einmal exemplifiziert werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…] Wenn Alteisensammlung war, zogen wir mit dem Anhänger durch die Straßen und sammelten alte kaputte Fahrradteile ein, aus denen wir dann wieder funktionierende Velos zusammenbauten […]. [Und, N.K.], weil uns […] unser Vater gezeigt hat, wie ein Komposthaufen funktioniert und es Spaß macht, wenn man in Kreisläufen denkt und handelt […] entstand die Einsicht, dass aus Abfall, im besten Fall, noch einmal etwas wird […].“&amp;lt;ref&amp;gt;Dieser Textausschnitt stammt von der Webseite der Firma FREITAG aus der Schweiz, die u.a. Taschen aus recycelter LKW-Plane herstellt. Zuletzt abgerufen am 25.05.2015.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Handlungen, die hier in dem Textauszug beschrieben werden, können als Inbegriff des nachhaltigen Handelns gesehen werden. Aus alten Dingen wird Neues hergestellt. Hieran ist zu erkennen, dass es das Schlagwort der Nachhaltigkeit oder des Umweltschutzes gar nicht braucht, um den Wissensrahmen von Nachhaltigkeit bei uns auszulösen. Da die Bedeutung hier nicht an einem einzelnen Wort festzumachen ist, sondern durch die Summe der Lexeme bzw. Handlungsbeschreibungen, nämlich das Einsammeln von Alteisen, das Zusammenbauen neuer Fahrräder aus alten kaputten Fahrradteilen sowie das Denken in Kreisläufen und Recyceln von Abfall, ist in der Linguistik in solchen Fällen auch von der sogenannten flächigen Bedeutungsbildung die Rede. Das heißt: Die Bedeutung entsteht „durch die Summe der semantischen Wirkung von Textelementen, ohne dass ein einzelnes dieser Textelemente bereits die nur über die Gesamtfläche des Textes entstehende Bedeutung anzeigt“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Gardt, Andreas |Titel=Kunst und Sprache. Beobachtungen anlässlich der documenta 12 |Herausgeber*in=Achim Barsch/Helmut Scheuer/Georg-Michael Schulz|Sammelband=Literatur - Kunst - Medien. Festschrift für Peter Seibert zum 60. Geburtstag |Ort=München |Verlag= |Jahr=2008 |Seite=201-224, hier S.214ff }}&amp;lt;/ref&amp;gt;  Kurz gesagt: der klimafreundliche Eindruck bildet sich über die Fläche des Textes, durch die Handlungsbeschreibungen, die zur Nachhaltigkeit passen heraus und somit bei den Rezipient*innen den Nachhaltigkeits- und Klimaschutzframe auslösen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Funktion und Einsatz von Bildern ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch nicht nur Sprache kann ein klimafreundliches Image vermitteln, sondern auch der Einsatz von Bildern trägt dazu bei. Dabei haben Bilder gegenüber der Sprache den Vorteil, dass sie holistisch (ganzheitlich) wahrgenommen werden. Die Rezipient*innen erfassen die Aussage eines Bildes sozusagen auf einen Blick. Man spricht auch vom Bildüberlegenheitseffekt&amp;lt;ref&amp;gt;Zum Bildüberlegenheitseffekt siehe z.B. Kroeber-Riel, Werner (1993): Bildkommunikation. München. Oder Klug, Nina-Maria (2018): Wenn Schlüsseltexte Bilder sind. Aspekte von Intertextualität in Presse und öffentlichem Raum. In: Steffen Pappert/Sascha Michel (Hrsg.): Multimodale Kommunikation in öffentlichen Räumen. Texte und Textsorten zwischen Tradition und Innovation. Stuttgart, S.109-133, hier S. 117.&amp;lt;/ref&amp;gt;  gegenüber sprachlichen Äußerungen, da Sprache linear wahrgenommen wird und somit die Rezeptionszeit der Sprache länger dauert.&amp;lt;ref&amp;gt;Zu den Potenzialen der Zeichensysteme siehe z.B. Nöth, Winfried (2000): Handbuch der Semiotik. Kapitel 9 Bild und Text, 481-490.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
In diesen „Nachhaltigkeits-Texten“, sind u.a. Bilder zu sehen, auf denen intakte Natur mit klarem Wasser, grünen Bäumen, farbenprächtigen Fischen, Schildkröten unter Wasser oder sauberen Meeren, oder aber auch Windräder oder Solarzellen abgebildet sind. Teilweise stehen im Kotext dieser Bilder die Wörter Nachhaltigkeit, Umweltschutz und der Firmenname des jeweiligen Unternehmens oder die Branche. Bei einigen Kreuzfahrtanbietern bspw. Nachhaltige Kreuzfahrt.&lt;br /&gt;
In Kombination mit Sprache tragen diese Bilder dazu bei, dass wir einen klimafreundlichen Eindruck im Kopf behalten. Grund dafür ist unser Welt- bzw. verstehensrelevantes Wissen, das durch diese Bilder evoziert wird. Denn durch das wissen die Rezipient*innen, dass klares Wasser und farbenfrohe Fische ein Zeichen dafür sind, dass diese gesund sind sowie Solarzellen und Windräder als klimafreundliche oder auch grüne Energiequellen gelten. Und somit als Zeichen für Umwelt- oder Klimaschutz in unserer Gesellschaft stehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Siegel als Argumente aus dem Autoritätstopos ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Möglichkeit sein klimafreundliches Image zum Ausdruck zu bringen ist die Angabe und der Verweis auf anerkannte Umwelt- oder Klimaschutzsiegel. Zu finden sind diese Siegel bspw. auf Produkten wie Teepackungen, Schreibheften, Büchern etc. Doch auch ein bekanntes Kreuzfahrtschiff trägt mittlerweile das Umweltzeichen des Blauen Engels. Mit dem Abdrucken dieser Siegel, die ein Unternehmen für seine Klima- oder Umweltschutzleistungen bekommen hat, argumentiert es sozusagen aus dem Autoritätstopos heraus, dass es verantwortungsbewusst im Sinne des Klimaschutzes etc. handelt. Das funktioniert deshalb, weil einem Siegel oder einem Prüfzeichen in unserer Gesellschaft allgemein eine große Bedeutung zugesprochen wird, weil man davon ausgehen kann, dass Produkte, die ein Umweltsiegel bspw. von Seiten einer dafür autorisierten Institution tragen, besonders geprüft wurden.&lt;br /&gt;
Die Autorität ist dabei die Institution, die das Siegel vergibt und die dafür verantwortlich ist, zu prüfen, ob ein Unternehmen oder ein Produkt den Richtlinien dieses Zertifikates entspricht. Grundlage dessen ist die allgemeine Übereinkunft, dass Expertenwissen höher einzuschätzen ist als das Wissen von Laien.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Ottmers, Clemens |Titel=Rhetorik |Ort=Stuttgart |Verlag=J.B. Metzler |Jahr=2007 }S.114}&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anscheinend ist der Klimawandel, der Teil des Nachhaltigkeitsframes ist, ein Thema dem sich keine Branche und auch kein Unternehmen mehr entziehen kann, ohne auch selbst ein Statement dazu abzugeben, auch etwas gegen die Klimakatastrophe zu tun. Was in der heutigen [[Diskurs und Diskursanalyse|Diskurssituation]] vielleicht als selbstverständlich angesehen wird, war keines falls „schon immer so“. Dafür genügt ein Blick auf die Werbung eines großen Erdölproduzenten aus dem Jahr 1962. In dieser heißt es: „[https://books.google.de/books?id=k00EAAAAMBAJ&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;hl=de&amp;amp;source=gbs_ge_summary_r&amp;amp;cad=0#v=twopage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Each day Humble supplies enough Energy to melt 7 Million Tons of Glacier!”]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in= |Titel=Life Magazine |Jahr=1962 |Website=https://books.google.de/books?id=k00EAAAAMBAJ&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;hl=de&amp;amp;source=gbs_ge_summary_r&amp;amp;cad=0#v=twopage&amp;amp;q&amp;amp;f=false |Online= |Abruf=19.04.2023 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
In den 1960-er Jahren konnte demnach ein erdölproduzierendes Unternehmen noch damit für sich werben, dass es in der Lage sei, jeden Tag so viel Energie zu liefern, dass sie 7 Millionen Tonnen Gletschereis zum Schmelzen bringen können.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nicole Kasper</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Benutzer:Nicole_Kasper/Werkstatt&amp;diff=5746</id>
		<title>Benutzer:Nicole Kasper/Werkstatt</title>
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		<updated>2023-04-19T12:04:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Nicole Kasper: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Werkstatt}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Klimafreundliche Selbstdarstellung von Unternehmen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Artikel ist Teil der Reihe [[Unternehmenskommunikation]] und befasst sich mit der [[Multimodalität|multimodalen]] Konstruiertheit von klimafreundlicher Selbstdarstellung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Thematik des Klimawandels begegnet uns im Alltag nicht nur durch die [[Analyse von Pressetexten|Massenmedien]], sondern auch auf Lebensmitteln, Kosmetikartikelverpackungen, oder aller anderen Art von Alltagsgegenständen. Grund dafür sind die unterschiedlichen mehr oder weniger kleinen „Nachhaltigkeitstexte“, die nicht nur auf Produktverpackungen, sondern auch auf Webseiten und Social Media Auftritten von Unternehmen, in der Werbung oder in Katalogen, zu finden sind. Daran ist u.a. zu erkennen, dass das Thema omnipräsent und aus den öffentlichen [[Diskurs und Diskursanalyse|Diskursen]] nicht mehr wegzudenken ist.&lt;br /&gt;
Mittlerweile äußert sich nahezu jedes Unternehmen zu Klimawandel oder Nachhaltigkeit. Das heißt, auch Branchen, die in der öffentlichen Diskussion eher kritisch betrachtet werden, wenn es um das Thema Klima- und Umweltschutz geht. Wie bspw. die Automobilindustrie, die Lebensmittelindustrie, insbesondere die Fleischproduktion, oder die Kreuzfahrtbranche, um nur vier zu nennen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das zeigt sich in Texten, die in der Regel nicht nur aus sprachlichen Zeichen, sondern auch aus Bildern oder anderen Zeichenmodalitäten bestehen. Somit handelt es sich aus linguistischer Sicht um [[Multimodalität|multimodale]] Texte. Wenn in diesem Beitrag von Texten die Rede ist, sind diese multimodal verfassten Texte (mit-)gemeint, da hier von einem semiotisch erweiterten Textbegriff ausgegangen wird. Nach diesem Verständnis trägt jede Zeichenform, die in einem Text verwendet wird, für einen wichtigen Teil zur Bedeutungsbildung des Textes bzw. dessen Aussage bei.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Klug, Nina-Maria |Titel=Multimodale Text- und Diskurssemantik |Herausgeber*in=Nina-Maria Klug/Hartmut Stöckl |Sammelband=Handbuch Sprache im multiomdalen Kontext |Ort=Berlin/Boston |Verlag=De Gruyter |Jahr=2016 |Seite=165-189 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;  Für die Textanalyse bedeutet das nach Klug: „Will man [als Linguist*in, N. K.] Sprache so beschreiben, wie sie gebraucht wird, lässt sie sich nicht aus ihren multimodalen Kontexten lösen“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Klug, Nina-Maria |Titel=Multimodale Text- und Diskurssemantik |Herausgeber*in=Nina-Maria Klug/Hartmut Stöckl |Sammelband=Handbuch Sprache im multiomdalen Kontext |Ort=Berlin/Boston |Verlag=De Gruyter |Jahr=2016 |Seite=168 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;  Das heißt, die Linguist*innen analysieren nicht nur die Sprache eines Textes, sondern alle Zeichenmodalitäten, die in dem zu untersuchenden Kommunikat vorkommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Funktion von (Nachhaltigkeits)- Texten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Texte dienen vor allem der Kommunikation. Diese Kommunikation kann unterschiedliche Funktionen haben, deshalb spricht man auch von der sogenannten Textfunktion. Die „Nachhaltigkeits-Texte“, um die es hier geht, übernehmen zwei Funktionen: Zum einen übermitteln sie eine sachliche Information – bspw., dass Tee aus nachhaltigem Anbau etc. sei – und gleichzeitig vermitteln sie auch ein gewisses Image eines Unternehmens. Durch eine [[Analyse von Pressetexten|pragmalinguistische Textanalyse]] solcher Texte, die auf Webseiten oder Produkten stehen, lässt sich somit auch einiges über die Selbstdarstellung dieser Firmen erkennen. Im Folgenden wird auf drei Formen eingegangen, die zu einer klimafreundlichen Selbstinszenierung beitragen können und die Zeichenmodalitäten Sprache und Bild mit einbeziehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Klimawandel und der Nachhaltigkeits-Frame ===&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Auch wenn in Texten, die Unternehmen auf ihren Webseiten oder auf Produktverpackungen veröffentlichen, nicht immer explizit vom Klimawandel oder Klimaschutz die Rede ist, sondern vermehrt der Begriff Nachhaltigkeit verwendet wird, ist die Klimathematik dennoch mitgemeint. Denn hinter dem „großen“ Begriff der Nachhaltigkeit stehen Themen und Maßnahmen der Schonung natürlicher Ressourcen und somit letztendlich wieder der Klima- und Umweltschutz. Dass Leser*innen das erkennen und einordnen, liegt an sogenannten Frames – genauer: Wissensrahmen -. Diese sind „kognitive Einheiten, in denen stereotypes Wissen über Sachverhalte und Situationen gespeichert ist. Sie dienen der Orientierung in der Welt“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Gardt, Andreas |Titel=Textsemantik. Methoden der Bedeutungserschließung |Herausgeber*in=Jochen A. Bär/Marcus Müller |Sammelband=Geschichte der Sprache - Sprache der Geschichte. Probleme und Perspektiven der historischen Sprachwissenschaft des Deutschen. Oskar Reichmann zum 75. Geburtstag |Ort=Berlin |Verlag=Akademie Verlag |Jahr=2012 |Seite=60-83 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;  und sie helfen uns dabei verschiedene Sachverhalte zu verstehen, da in ihnen unser sogenanntes ‚Weltwissen‘ verankert ist. „Frames ‚enthalten‘ Frames und Frames ‚sind Teil von‘ übergeordneten Frames“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Klug, Nina-Maria |Titel=Framesemantik als Basis textsemantischer Analyse |Herausgeber*in=Ewa Drewnowska-Vargane/Peter Bassola |Sammelband=Schnittstelle Text |Ort= |Verlag= |Jahr=2014 |Seite=247-272, hier S.251 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Wissensrahmen können bei uns durch verschiedene Zeichenmodalitäten wie Sprache, Bilder, Gerüche oder auch Geräusche evoziert werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Klug, Nina-Maria |Titel=Framesemantik als Basis textsemantischer Analyse |Herausgeber*in=Ewa Drewnowska-Vargane/Peter Bassola |Sammelband=Schnittstelle Text |Ort= |Verlag= |Jahr=2014 |Seite=247-272, hier S.255 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;  Das heißt, aufgrund der kognitiven Verknüpfung der Frames verbinden Rezipient*innen den Nachhaltigkeitsbegriff automatisch u.a. mit dem Klimawandel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sprachliche Konstruiertheit von Klimafreundlichkeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Unternehmen führen mittlerweile eine extra Rubrik zur Nachhaltigkeit auf ihrer Webseite&amp;lt;ref&amp;gt;Gemeint ist hier nicht der Nachhaltigkeitsbericht, den einige Firmen jährlich veröffentlichen&amp;lt;/ref&amp;gt;, auf der sie sich dazu äußern, welche Maßnahmen sie für ein nachhaltiges Handeln und Produzieren befolgen. Dabei kann zwischen expliziten und impliziten Äußerungen unterschieden werden. Zum klaren Ansprechen der Thematik zählen Formulierungen wie Unser Beitrag zum Klimaschutz, Gut fürs Klima oder Wir setzen uns für den Schutz der Umwelt ein etc. In der Sprachwissenschaft spricht man in diesen Fällen auch von der punktuellen Bedeutungsbildung. Bei dieser kann man „bei der Frage nach der Bedeutung des Textes meist auf einzelne Textstellen verweisen, die man für semantisch relevant hält, wie bspw. zentrale lexikalische Ausdrücke“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Gardt, Andreas |Titel=Kunst und Sprache. Beobachtungen anlässlich der documenta 12 |Herausgeber*in=Achim Barsch/Helmut Scheuer/Georg-Michael Schulz |Sammelband=Literatur - Kunst - Medien. Festschrift für Peter Seibert zum 60. Geburtstag |Ort=München |Verlag= |Jahr=2008 |Seite=201-224, hier S. 14ff. }}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Das Gegenteil davon ist die flächige Bedeutungsbildung, bzw. das implizite Sprechen über klimafreundliches Handeln, sozusagen das, was man allgemeinsprachlich auch das „zwischen den Zeilen stehende“ nennt. Bei solchen Texten haben die Rezipient*innen den Eindruck, dass ein Unternehmen oder eine Person klimafreundlich handelt, ohne dass diese Themen direkt angesprochen werden. An folgendem Textausschnitt soll das einmal exemplifiziert werden:&lt;br /&gt;
„[…] Wenn Alteisensammlung war, zogen wir mit dem Anhänger durch die Straßen und sammelten alte kaputte Fahrradteile ein, aus denen wir dann wieder funktionierende Velos zusammenbauten […]. [Und, N.K.], weil uns […] unser Vater gezeigt hat, wie ein Komposthaufen funktioniert und es Spaß macht, wenn man in Kreisläufen denkt und handelt […] entstand die Einsicht, dass aus Abfall, im besten Fall, noch einmal etwas wird […].“ &lt;br /&gt;
Die Handlungen, die hier in dem Textauszug beschrieben werden, können als Inbegriff des nachhaltigen Handelns gesehen werden. Aus alten Dingen wird Neues hergestellt. Hieran ist zu erkennen, dass es das Schlagwort der Nachhaltigkeit oder des Umweltschutzes gar nicht braucht, um den Wissensrahmen von Nachhaltigkeit bei uns auszulösen. Da die Bedeutung hier nicht an einem einzelnen Wort festzumachen ist, sondern durch die Summe der Lexeme bzw. Handlungsbeschreibungen, nämlich das Einsammeln von Alteisen, das Zusammenbauen neuer Fahrräder aus alten kaputten Fahrradteilen sowie das Denken in Kreisläufen und Recyceln von Abfall, ist in der Linguistik in solchen Fällen auch von der sogenannten flächigen Bedeutungsbildung die Rede. Das heißt: Die Bedeutung entsteht „durch die Summe der semantischen Wirkung von Textelementen, ohne dass ein einzelnes dieser Textelemente bereits die nur über die Gesamtfläche des Textes entstehende Bedeutung anzeigt“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Gardt, Andreas |Titel=Kunst und Sprache. Beobachtungen anlässlich der documenta 12 |Herausgeber*in=Achim Barsch/Helmut Scheuer/Georg-Michael Schulz|Sammelband=Literatur - Kunst - Medien. Festschrift für Peter Seibert zum 60. Geburtstag |Ort=München |Verlag= |Jahr=2008 |Seite=201-224, hier S.214ff }}&amp;lt;/ref&amp;gt;  Kurz gesagt: der klimafreundliche Eindruck bildet sich über die Fläche des Textes, durch die Handlungsbeschreibungen, die zur Nachhaltigkeit passen heraus und somit bei den Rezipient*innen den Nachhaltigkeits- und Klimaschutzframe auslösen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Funktion und Einsatz von Bildern ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch nicht nur Sprache kann ein klimafreundliches Image vermitteln, sondern auch der Einsatz von Bildern trägt dazu bei. Dabei haben Bilder gegenüber der Sprache den Vorteil, dass sie holistisch (ganzheitlich) wahrgenommen werden. Die Rezipient*innen erfassen die Aussage eines Bildes sozusagen auf einen Blick. Man spricht auch vom Bildüberlegenheitseffekt  gegenüber sprachlichen Äußerungen, da Sprache linear wahrgenommen wird und somit die Rezeptionszeit der Sprache länger dauert. &lt;br /&gt;
In diesen „Nachhaltigkeits-Texten“, sind u.a. Bilder zu sehen, auf denen intakte Natur mit klarem Wasser, grünen Bäumen, farbenprächtigen Fischen, Schildkröten unter Wasser oder sauberen Meeren, oder aber auch Windräder oder Solarzellen abgebildet sind. Teilweise stehen im Kotext dieser Bilder die Wörter Nachhaltigkeit, Umweltschutz und der Firmenname des jeweiligen Unternehmens oder die Branche. Bei einigen Kreuzfahrtanbietern bspw. Nachhaltige Kreuzfahrt.&lt;br /&gt;
In Kombination mit Sprache tragen diese Bilder dazu bei, dass wir einen klimafreundlichen Eindruck im Kopf behalten. Grund dafür ist unser Welt- bzw. verstehensrelevantes Wissen, das durch diese Bilder evoziert wird. Denn durch das wissen die Rezipient*innen, dass klares Wasser und farbenfrohe Fische ein Zeichen dafür sind, dass diese gesund sind sowie Solarzellen und Windräder als klimafreundliche oder auch grüne Energiequellen gelten. Und somit als Zeichen für Umwelt- oder Klimaschutz in unserer Gesellschaft stehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Siegel als Argumente aus dem Autoritätstopos ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Möglichkeit sein klimafreundliches Image zum Ausdruck zu bringen ist die Angabe und der Verweis auf anerkannte Umwelt- oder Klimaschutzsiegel. Zu finden sind diese Siegel bspw. auf Produkten wie Teepackungen, Schreibheften, Büchern etc. Doch auch ein bekanntes Kreuzfahrtschiff trägt mittlerweile das Umweltzeichen des Blauen Engels. Mit dem Abdrucken dieser Siegel, die ein Unternehmen für seine Klima- oder Umweltschutzleistungen bekommen hat, argumentiert es sozusagen aus dem Autoritätstopos heraus, dass es verantwortungsbewusst im Sinne des Klimaschutzes etc. handelt. Das funktioniert deshalb, weil einem Siegel oder einem Prüfzeichen in unserer Gesellschaft allgemein eine große Bedeutung zugesprochen wird, weil man davon ausgehen kann, dass Produkte, die ein Umweltsiegel bspw. von Seiten einer dafür autorisierten Institution tragen, besonders geprüft wurden.&lt;br /&gt;
Die Autorität ist dabei die Institution, die das Siegel vergibt und die dafür verantwortlich ist, zu prüfen, ob ein Unternehmen oder ein Produkt den Richtlinien dieses Zertifikates entspricht. Grundlage dessen ist die allgemeine Übereinkunft, dass Expertenwissen höher einzuschätzen ist als das Wissen von Laien.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Ottmers, Clemens |Titel=Rhetorik |Ort=Stuttgart |Verlag=J.B. Metzler |Jahr=2007 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anscheinend ist der Klimawandel, der Teil des Nachhaltigkeitsframes ist, ein Thema dem sich keine Branche und auch kein Unternehmen mehr entziehen kann, ohne auch selbst ein Statement dazu abzugeben, auch etwas gegen die Klimakatastrophe zu tun. Was in der heutigen [[Diskurs und Diskursanalyse|Diskurssituation]] vielleicht als selbstverständlich angesehen wird, war keines falls „schon immer so“. Dafür genügt ein Blick auf die Werbung eines großen Erdölproduzenten aus dem Jahr 1962. In dieser heißt es: „[https://books.google.de/books?id=k00EAAAAMBAJ&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;hl=de&amp;amp;source=gbs_ge_summary_r&amp;amp;cad=0#v=twopage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Each day Humble supplies enough Energy to melt 7 Million Tons of Glacier!”]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in= |Titel=Life Magazine |Jahr=1962 |Website=https://books.google.de/books?id=k00EAAAAMBAJ&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;hl=de&amp;amp;source=gbs_ge_summary_r&amp;amp;cad=0#v=twopage&amp;amp;q&amp;amp;f=false |Online= |Abruf=19.04.2023 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
In den 1960-er Jahren konnte demnach ein erdölproduzierendes Unternehmen noch damit für sich werben, dass es in der Lage sei, jeden Tag so viel Energie zu liefern, dass sie 7 Millionen Tonnen Gletschereis zum Schmelzen bringen können.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nicole Kasper</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Benutzer:Nicole_Kasper/Werkstatt&amp;diff=5745</id>
		<title>Benutzer:Nicole Kasper/Werkstatt</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Benutzer:Nicole_Kasper/Werkstatt&amp;diff=5745"/>
		<updated>2023-04-19T09:43:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Nicole Kasper: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Werkstatt}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Klimafreundliche Selbstdarstellung von Unternehmen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Artikel ist Teil der Reihe [[Unternehmenskommunikation]] und befasst sich mit der [[Multimodalität|multimodalen]] Konstruiertheit von klimafreundlicher Selbstdarstellung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Thematik des Klimawandels begegnet uns im Alltag nicht nur durch die [[Analyse von Pressetexten|Massenmedien]], sondern auch auf Lebensmitteln, Kosmetikartikelverpackungen, oder aller anderen Art von Alltagsgegenständen. Grund dafür sind die unterschiedlichen mehr oder weniger kleinen „Nachhaltigkeitstexte“, die nicht nur auf Produktverpackungen, sondern auch auf Webseiten und Social Media Auftritten von Unternehmen, in der Werbung oder in Katalogen, zu finden sind. Daran ist u.a. zu erkennen, dass das Thema omnipräsent und aus den öffentlichen [[Diskurs und Diskursanalyse|Diskursen]] nicht mehr wegzudenken ist.&lt;br /&gt;
Mittlerweile äußert sich nahezu jedes Unternehmen zu Klimawandel oder Nachhaltigkeit. Das heißt, auch Branchen, die in der öffentlichen Diskussion eher kritisch betrachtet werden, wenn es um das Thema Klima- und Umweltschutz geht. Wie bspw. die Automobilindustrie, die Lebensmittelindustrie, insbesondere die Fleischproduktion, oder die Kreuzfahrtbranche, um nur vier zu nennen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das zeigt sich in Texten, die in der Regel nicht nur aus sprachlichen Zeichen, sondern auch aus Bildern oder anderen Zeichenmodalitäten bestehen. Somit handelt es sich aus linguistischer Sicht um [[Multimodalität|multimodale]] Texte. Wenn in diesem Beitrag von Texten die Rede ist, sind diese multimodal verfassten Texte (mit-)gemeint, da hier von einem semiotisch erweiterten Textbegriff ausgegangen wird. Nach diesem Verständnis trägt jede Zeichenform, die in einem Text verwendet wird, für einen wichtigen Teil zur Bedeutungsbildung des Textes bzw. dessen Aussage bei.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Klug, Nina-Maria |Titel=Multimodale Text- und Diskurssemantik |Herausgeber*in=Nina-Maria Klug/Hartmut Stöckl |Sammelband=Handbuch Sprache im multiomdalen Kontext |Ort=Berlin/Boston |Verlag=De Gruyter |Jahr=2016 |Seite=165-189 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;  Für die Textanalyse bedeutet das nach Klug: „Will man [als Linguist*in, N. K.] Sprache so beschreiben, wie sie gebraucht wird, lässt sie sich nicht aus ihren multimodalen Kontexten lösen“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Klug, Nina-Maria |Titel=Multimodale Text- und Diskurssemantik |Herausgeber*in=Nina-Maria Klug/Hartmut Stöckl |Sammelband=Handbuch Sprache im multiomdalen Kontext |Ort=Berlin/Boston |Verlag=De Gruyter |Jahr=2016 |Seite=168 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;  Das heißt, die Linguist*innen analysieren nicht nur die Sprache eines Textes, sondern alle Zeichenmodalitäten, die in dem zu untersuchenden Kommunikat vorkommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Funktion von (Nachhaltigkeits)- Texten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Texte dienen vor allem der Kommunikation. Diese Kommunikation kann unterschiedliche Funktionen haben, deshalb spricht man auch von der sogenannten Textfunktion. Die „Nachhaltigkeits-Texte“, um die es hier geht, übernehmen zwei Funktionen: Zum einen übermitteln sie eine sachliche Information – bspw., dass Tee aus nachhaltigem Anbau etc. sei – und gleichzeitig vermitteln sie auch ein gewisses Image eines Unternehmens. Durch eine [[Analyse von Pressetexten|pragmalinguistische Textanalyse]] solcher Texte, die auf Webseiten oder Produkten stehen, lässt sich somit auch einiges über die Selbstdarstellung dieser Firmen erkennen. Im Folgenden wird auf drei Formen eingegangen, die zu einer klimafreundlichen Selbstinszenierung beitragen können und die Zeichenmodalitäten Sprache und Bild mit einbeziehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Klimawandel und der Nachhaltigkeits-Frame ===&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Auch wenn in Texten, die Unternehmen auf ihren Webseiten oder auf Produktverpackungen veröffentlichen, nicht immer explizit vom Klimawandel oder Klimaschutz die Rede ist, sondern vermehrt der Begriff Nachhaltigkeit verwendet wird, ist die Klimathematik dennoch mitgemeint. Denn hinter dem „großen“ Begriff der Nachhaltigkeit stehen Themen und Maßnahmen der Schonung natürlicher Ressourcen und somit letztendlich wieder der Klima- und Umweltschutz. Dass Leser*innen das erkennen und einordnen, liegt an sogenannten Frames – genauer: Wissensrahmen -. Diese sind „kognitive Einheiten, in denen stereotypes Wissen über Sachverhalte und Situationen gespeichert ist. Sie dienen der Orientierung in der Welt“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Gardt, Andreas |Titel=Textsemantik. Methoden der Bedeutungserschließung |Herausgeber*in=Jochen A. Bär/Marcus Müller |Sammelband=Geschichte der Sprache - Sprache der Geschichte. Probleme und Perspektiven der historischen Sprachwissenschaft des Deutschen. Oskar Reichmann zum 75. Geburtstag |Ort=Berlin |Verlag=Akademie Verlag |Jahr=2012 |Seite=60-83 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;  und sie helfen uns dabei verschiedene Sachverhalte zu verstehen, da in ihnen unser sogenanntes ‚Weltwissen‘ verankert ist. „Frames ‚enthalten‘ Frames und Frames ‚sind Teil von‘ übergeordneten Frames“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Klug, Nina-Maria |Titel=Framesemantik als Basis textsemantischer Analyse |Herausgeber*in=Ewa Drewnowska-Vargane/Peter Bassola |Sammelband=Schnittstelle Text |Ort= |Verlag= |Jahr=2014 |Seite=247-272, hier S.251 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Wissensrahmen können bei uns durch verschiedene Zeichenmodalitäten wie Sprache, Bilder, Gerüche oder auch Geräusche evoziert werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Klug, Nina-Maria |Titel=Framesemantik als Basis textsemantischer Analyse |Herausgeber*in=Ewa Drewnowska-Vargane/Peter Bassola |Sammelband=Schnittstelle Text |Ort= |Verlag= |Jahr=2014 |Seite=247-272, hier S.255 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;  Das heißt, aufgrund der kognitiven Verknüpfung der Frames verbinden Rezipient*innen den Nachhaltigkeitsbegriff automatisch u.a. mit dem Klimawandel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sprachliche Konstruiertheit von Klimafreundlichkeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Unternehmen führen mittlerweile eine extra Rubrik zur Nachhaltigkeit auf ihrer Webseite , auf der sie sich dazu äußern, welche Maßnahmen sie für ein nachhaltiges Handeln und Produzieren befolgen. Dabei kann zwischen expliziten und impliziten Äußerungen unterschieden werden. Zum klaren Ansprechen der Thematik zählen Formulierungen wie Unser Beitrag zum Klimaschutz, Gut fürs Klima oder Wir setzen uns für den Schutz der Umwelt ein etc. In der Sprachwissenschaft spricht man in diesen Fällen auch von der punktuellen Bedeutungsbildung. Bei dieser kann man „bei der Frage nach der Bedeutung des Textes meist auf einzelne Textstellen verweisen, die man für semantisch relevant hält, wie bspw. zentrale lexikalische Ausdrücke“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Gardt, Andreas |Titel=Kunst und Sprache. Beobachtungen anlässlich der documenta 12 |Herausgeber*in=Achim Barsch/Helmut Scheuer/Georg-Michael Schulz |Sammelband=Literatur - Kunst - Medien. Festschrift für Peter Seibert zum 60. Geburtstag |Ort=München |Verlag= |Jahr=2008 |Seite=201-224, hier S. 14ff. }}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Das Gegenteil davon ist die flächige Bedeutungsbildung, bzw. das implizite Sprechen über klimafreundliches Handeln, sozusagen das, was man allgemeinsprachlich auch das „zwischen den Zeilen stehende“ nennt. Bei solchen Texten haben die Rezipient*innen den Eindruck, dass ein Unternehmen oder eine Person klimafreundlich handelt, ohne dass diese Themen direkt angesprochen werden. An folgendem Textausschnitt soll das einmal exemplifiziert werden:&lt;br /&gt;
„[…] Wenn Alteisensammlung war, zogen wir mit dem Anhänger durch die Straßen und sammelten alte kaputte Fahrradteile ein, aus denen wir dann wieder funktionierende Velos zusammenbauten […]. [Und, N.K.], weil uns […] unser Vater gezeigt hat, wie ein Komposthaufen funktioniert und es Spaß macht, wenn man in Kreisläufen denkt und handelt […] entstand die Einsicht, dass aus Abfall, im besten Fall, noch einmal etwas wird […].“ &lt;br /&gt;
Die Handlungen, die hier in dem Textauszug beschrieben werden, können als Inbegriff des nachhaltigen Handelns gesehen werden. Aus alten Dingen wird Neues hergestellt. Hieran ist zu erkennen, dass es das Schlagwort der Nachhaltigkeit oder des Umweltschutzes gar nicht braucht, um den Wissensrahmen von Nachhaltigkeit bei uns auszulösen. Da die Bedeutung hier nicht an einem einzelnen Wort festzumachen ist, sondern durch die Summe der Lexeme bzw. Handlungsbeschreibungen, nämlich das Einsammeln von Alteisen, das Zusammenbauen neuer Fahrräder aus alten kaputten Fahrradteilen sowie das Denken in Kreisläufen und Recyceln von Abfall, ist in der Linguistik in solchen Fällen auch von der sogenannten flächigen Bedeutungsbildung die Rede. Das heißt: Die Bedeutung entsteht „durch die Summe der semantischen Wirkung von Textelementen, ohne dass ein einzelnes dieser Textelemente bereits die nur über die Gesamtfläche des Textes entstehende Bedeutung anzeigt“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Gardt, Andreas |Titel=Kunst und Sprache. Beobachtungen anlässlich der documenta 12 |Herausgeber*in=Achim Barsch/Helmut Scheuer/Georg-Michael Schulz|Sammelband=Literatur - Kunst - Medien. Festschrift für Peter Seibert zum 60. Geburtstag |Ort=München |Verlag= |Jahr=2008 |Seite=201-224, hier S.214ff }}&amp;lt;/ref&amp;gt;  Kurz gesagt: der klimafreundliche Eindruck bildet sich über die Fläche des Textes, durch die Handlungsbeschreibungen, die zur Nachhaltigkeit passen heraus und somit bei den Rezipient*innen den Nachhaltigkeits- und Klimaschutzframe auslösen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Funktion und Einsatz von Bildern ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch nicht nur Sprache kann ein klimafreundliches Image vermitteln, sondern auch der Einsatz von Bildern trägt dazu bei. Dabei haben Bilder gegenüber der Sprache den Vorteil, dass sie holistisch (ganzheitlich) wahrgenommen werden. Die Rezipient*innen erfassen die Aussage eines Bildes sozusagen auf einen Blick. Man spricht auch vom Bildüberlegenheitseffekt  gegenüber sprachlichen Äußerungen, da Sprache linear wahrgenommen wird und somit die Rezeptionszeit der Sprache länger dauert. &lt;br /&gt;
In diesen „Nachhaltigkeits-Texten“, sind u.a. Bilder zu sehen, auf denen intakte Natur mit klarem Wasser, grünen Bäumen, farbenprächtigen Fischen, Schildkröten unter Wasser oder sauberen Meeren, oder aber auch Windräder oder Solarzellen abgebildet sind. Teilweise stehen im Kotext dieser Bilder die Wörter Nachhaltigkeit, Umweltschutz und der Firmenname des jeweiligen Unternehmens oder die Branche. Bei einigen Kreuzfahrtanbietern bspw. Nachhaltige Kreuzfahrt.&lt;br /&gt;
In Kombination mit Sprache tragen diese Bilder dazu bei, dass wir einen klimafreundlichen Eindruck im Kopf behalten. Grund dafür ist unser Welt- bzw. verstehensrelevantes Wissen, das durch diese Bilder evoziert wird. Denn durch das wissen die Rezipient*innen, dass klares Wasser und farbenfrohe Fische ein Zeichen dafür sind, dass diese gesund sind sowie Solarzellen und Windräder als klimafreundliche oder auch grüne Energiequellen gelten. Und somit als Zeichen für Umwelt- oder Klimaschutz in unserer Gesellschaft stehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Siegel als Argumente aus dem Autoritätstopos ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Möglichkeit sein klimafreundliches Image zum Ausdruck zu bringen ist die Angabe und der Verweis auf anerkannte Umwelt- oder Klimaschutzsiegel. Zu finden sind diese Siegel bspw. auf Produkten wie Teepackungen, Schreibheften, Büchern etc. Doch auch ein bekanntes Kreuzfahrtschiff trägt mittlerweile das Umweltzeichen des Blauen Engels. Mit dem Abdrucken dieser Siegel, die ein Unternehmen für seine Klima- oder Umweltschutzleistungen bekommen hat, argumentiert es sozusagen aus dem Autoritätstopos heraus, dass es verantwortungsbewusst im Sinne des Klimaschutzes etc. handelt. Das funktioniert deshalb, weil einem Siegel oder einem Prüfzeichen in unserer Gesellschaft allgemein eine große Bedeutung zugesprochen wird, weil man davon ausgehen kann, dass Produkte, die ein Umweltsiegel bspw. von Seiten einer dafür autorisierten Institution tragen, besonders geprüft wurden.&lt;br /&gt;
Die Autorität ist dabei die Institution, die das Siegel vergibt und die dafür verantwortlich ist, zu prüfen, ob ein Unternehmen oder ein Produkt den Richtlinien dieses Zertifikates entspricht. Grundlage dessen ist die allgemeine Übereinkunft, dass Expertenwissen höher einzuschätzen ist als das Wissen von Laien.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Ottmers, Clemens |Titel=Rhetorik |Ort=Stuttgart |Verlag=J.B. Metzler |Jahr=2007 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anscheinend ist der Klimawandel, der Teil des Nachhaltigkeitsframes ist, ein Thema dem sich keine Branche und auch kein Unternehmen mehr entziehen kann, ohne auch selbst ein Statement dazu abzugeben, auch etwas gegen die Klimakatastrophe zu tun. Was in der heutigen [[Diskurs und Diskursanalyse|Diskurssituation]] vielleicht als selbstverständlich angesehen wird, war keines falls „schon immer so“. Dafür genügt ein Blick auf die Werbung eines großen Erdölproduzenten aus dem Jahr 1962. In dieser heißt es: „[https://books.google.de/books?id=k00EAAAAMBAJ&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;hl=de&amp;amp;source=gbs_ge_summary_r&amp;amp;cad=0#v=twopage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Each day Humble supplies enough Energy to melt 7 Million Tons of Glacier!”]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in= |Titel=Life Magazine |Jahr=1962 |Website=https://books.google.de/books?id=k00EAAAAMBAJ&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;hl=de&amp;amp;source=gbs_ge_summary_r&amp;amp;cad=0#v=twopage&amp;amp;q&amp;amp;f=false |Online= |Abruf=19.04.2023 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
In den 1960-er Jahren konnte demnach ein erdölproduzierendes Unternehmen noch damit für sich werben, dass es in der Lage sei, jeden Tag so viel Energie zu liefern, dass sie 7 Millionen Tonnen Gletschereis zum Schmelzen bringen können.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nicole Kasper</name></author>
	</entry>
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		<id>http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Benutzer:Nicole_Kasper/Werkstatt&amp;diff=5744</id>
		<title>Benutzer:Nicole Kasper/Werkstatt</title>
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		<updated>2023-04-19T09:35:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Nicole Kasper: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Werkstatt}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Klimafreundliche Selbstdarstellung von Unternehmen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Artikel ist Teil der Reihe [[Unternehmenskommunikation]] und befasst sich mit der [[Multimodalität|multimodalen]] Konstruiertheit von klimafreundlicher Selbstdarstellung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Thematik des Klimawandels begegnet uns im Alltag nicht nur durch die [[Analyse von Pressetexten|Massenmedien]], sondern auch auf Lebensmitteln, Kosmetikartikelverpackungen, oder aller anderen Art von Alltagsgegenständen. Grund dafür sind die unterschiedlichen mehr oder weniger kleinen „Nachhaltigkeitstexte“, die nicht nur auf Produktverpackungen, sondern auch auf Webseiten und Social Media Auftritten von Unternehmen, in der Werbung oder in Katalogen, zu finden sind. Daran ist u.a. zu erkennen, dass das Thema omnipräsent und aus den öffentlichen [[Diskurs und Diskursanalyse|Diskursen]] nicht mehr wegzudenken ist.&lt;br /&gt;
Mittlerweile äußert sich nahezu jedes Unternehmen zu Klimawandel oder Nachhaltigkeit. Das heißt, auch Branchen, die in der öffentlichen Diskussion eher kritisch betrachtet werden, wenn es um das Thema Klima- und Umweltschutz geht. Wie bspw. die Automobilindustrie, die Lebensmittelindustrie, insbesondere die Fleischproduktion, oder die Kreuzfahrtbranche, um nur vier zu nennen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das zeigt sich in Texten, die in der Regel nicht nur aus sprachlichen Zeichen, sondern auch aus Bildern oder anderen Zeichenmodalitäten bestehen. Somit handelt es sich aus linguistischer Sicht um [[Multimodalität|multimodale]] Texte. Wenn in diesem Beitrag von Texten die Rede ist, sind diese multimodal verfassten Texte (mit-)gemeint, da hier von einem semiotisch erweiterten Textbegriff ausgegangen wird. Nach diesem Verständnis trägt jede Zeichenform, die in einem Text verwendet wird, für einen wichtigen Teil zur Bedeutungsbildung des Textes bzw. dessen Aussage bei.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Klug, Nina-Maria |Titel=Multimodale Text- und Diskurssemantik |Herausgeber*in=Nina-Maria Klug/Hartmut Stöckl |Sammelband=Handbuch Sprache im multiomdalen Kontext |Ort=Berlin/Boston |Verlag=De Gruyter |Jahr=2016 |Seite=165-189 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;  Für die Textanalyse bedeutet das nach Klug: „Will man [als Linguist*in, N. K.] Sprache so beschreiben, wie sie gebraucht wird, lässt sie sich nicht aus ihren multimodalen Kontexten lösen“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Klug, Nina-Maria |Titel=Multimodale Text- und Diskurssemantik |Herausgeber*in=Nina-Maria Klug/Hartmut Stöckl |Sammelband=Handbuch Sprache im multiomdalen Kontext |Ort=Berlin/Boston |Verlag=De Gruyter |Jahr=2016 |Seite=168 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;  Das heißt, die Linguist*innen analysieren nicht nur die Sprache eines Textes, sondern alle Zeichenmodalitäten, die in dem zu untersuchenden Kommunikat vorkommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Funktion von (Nachhaltigkeits)- Texten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Texte dienen vor allem der Kommunikation. Diese Kommunikation kann unterschiedliche Funktionen haben, deshalb spricht man auch von der sogenannten Textfunktion. Die „Nachhaltigkeits-Texte“, um die es hier geht, übernehmen zwei Funktionen: Zum einen übermitteln sie eine sachliche Information – bspw., dass Tee aus nachhaltigem Anbau etc. sei – und gleichzeitig vermitteln sie auch ein gewisses Image eines Unternehmens. Durch eine [[Analyse von Pressetexten|pragmalinguistische Textanalyse]] solcher Texte, die auf Webseiten oder Produkten stehen, lässt sich somit auch einiges über die Selbstdarstellung dieser Firmen erkennen. Im Folgenden wird auf drei Formen eingegangen, die zu einer klimafreundlichen Selbstinszenierung beitragen können und die Zeichenmodalitäten Sprache und Bild mit einbeziehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Klimawandel und der Nachhaltigkeits-Frame ===&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Auch wenn in Texten, die Unternehmen auf ihren Webseiten oder auf Produktverpackungen veröffentlichen, nicht immer explizit vom Klimawandel oder Klimaschutz die Rede ist, sondern vermehrt der Begriff Nachhaltigkeit verwendet wird, ist die Klimathematik dennoch mitgemeint. Denn hinter dem „großen“ Begriff der Nachhaltigkeit stehen Themen und Maßnahmen der Schonung natürlicher Ressourcen und somit letztendlich wieder der Klima- und Umweltschutz. Dass Leser*innen das erkennen und einordnen, liegt an sogenannten Frames – genauer: Wissensrahmen -. Diese sind „kognitive Einheiten, in denen stereotypes Wissen über Sachverhalte und Situationen gespeichert ist. Sie dienen der Orientierung in der Welt“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Gardt, Andreas |Titel=Textsemantik. Methoden der Bedeutungserschließung |Herausgeber*in=Jochen A. Bär/Marcus Müller |Sammelband=Geschichte der Sprache - Sprache der Geschichte. Probleme und Perspektiven der historischen Sprachwissenschaft des Deutschen. Oskar Reichmann zum 75. Geburtstag |Ort=Berlin |Verlag=Akademie Verlag |Jahr=2012 |Seite=60-83 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;  und sie helfen uns dabei verschiedene Sachverhalte zu verstehen, da in ihnen unser sogenanntes ‚Weltwissen‘ verankert ist. „Frames ‚enthalten‘ Frames und Frames ‚sind Teil von‘ übergeordneten Frames“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Klug, Nina-Maria |Titel=Framesemantik als Basis textsemantischer Analyse |Herausgeber*in=Ewa Drewnowska-Vargane/Peter Bassola |Sammelband=Schnittstelle Text |Ort= |Verlag= |Jahr=2014 |Seite=247-272, hier S.251 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Wissensrahmen können bei uns durch verschiedene Zeichenmodalitäten wie Sprache, Bilder, Gerüche oder auch Geräusche evoziert werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Klug, Nina-Maria |Titel=Framesemantik als Basis textsemantischer Analyse |Herausgeber*in=Ewa Drewnowska-Vargane/Peter Bassola |Sammelband=Schnittstelle Text |Ort= |Verlag= |Jahr=2014 |Seite=247-272, hier S.255 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;  Das heißt, aufgrund der kognitiven Verknüpfung der Frames verbinden Rezipient*innen den Nachhaltigkeitsbegriff automatisch u.a. mit dem Klimawandel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sprachliche Konstruiertheit von Klimafreundlichkeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Unternehmen führen mittlerweile eine extra Rubrik zur Nachhaltigkeit auf ihrer Webseite , auf der sie sich dazu äußern, welche Maßnahmen sie für ein nachhaltiges Handeln und Produzieren befolgen. Dabei kann zwischen expliziten und impliziten Äußerungen unterschieden werden. Zum klaren Ansprechen der Thematik zählen Formulierungen wie Unser Beitrag zum Klimaschutz, Gut fürs Klima oder Wir setzen uns für den Schutz der Umwelt ein etc. In der Sprachwissenschaft spricht man in diesen Fällen auch von der punktuellen Bedeutungsbildung. Bei dieser kann man „bei der Frage nach der Bedeutung des Textes meist auf einzelne Textstellen verweisen, die man für semantisch relevant hält, wie bspw. zentrale lexikalische Ausdrücke“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Gardt, Andreas |Titel=Kunst und Sprache. Beobachtungen anlässlich der documenta 12 |Herausgeber*in=Achim Barsch/Helmut Scheuer/Georg-Michael Schulz |Sammelband=Literatur - Kunst - Medien. Festschrift für Peter Seibert zum 60. Geburtstag |Ort=München |Verlag= |Jahr=2008 |Seite=201-224, hier S. 14ff. }}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Das Gegenteil davon ist die flächige Bedeutungsbildung, bzw. das implizite Sprechen über klimafreundliches Handeln, sozusagen das, was man allgemeinsprachlich auch das „zwischen den Zeilen stehende“ nennt. Bei solchen Texten haben die Rezipient*innen den Eindruck, dass ein Unternehmen oder eine Person klimafreundlich handelt, ohne dass diese Themen direkt angesprochen werden. An folgendem Textausschnitt soll das einmal exemplifiziert werden:&lt;br /&gt;
„[…] Wenn Alteisensammlung war, zogen wir mit dem Anhänger durch die Straßen und sammelten alte kaputte Fahrradteile ein, aus denen wir dann wieder funktionierende Velos zusammenbauten […]. [Und, N.K.], weil uns […] unser Vater gezeigt hat, wie ein Komposthaufen funktioniert und es Spaß macht, wenn man in Kreisläufen denkt und handelt […] entstand die Einsicht, dass aus Abfall, im besten Fall, noch einmal etwas wird […].“ &lt;br /&gt;
Die Handlungen, die hier in dem Textauszug beschrieben werden, können als Inbegriff des nachhaltigen Handelns gesehen werden. Aus alten Dingen wird Neues hergestellt. Hieran ist zu erkennen, dass es das Schlagwort der Nachhaltigkeit oder des Umweltschutzes gar nicht braucht, um den Wissensrahmen von Nachhaltigkeit bei uns auszulösen. Da die Bedeutung hier nicht an einem einzelnen Wort festzumachen ist, sondern durch die Summe der Lexeme bzw. Handlungsbeschreibungen, nämlich das Einsammeln von Alteisen, das Zusammenbauen neuer Fahrräder aus alten kaputten Fahrradteilen sowie das Denken in Kreisläufen und Recyceln von Abfall, ist in der Linguistik in solchen Fällen auch von der sogenannten flächigen Bedeutungsbildung die Rede. Das heißt: Die Bedeutung entsteht „durch die Summe der semantischen Wirkung von Textelementen, ohne dass ein einzelnes dieser Textelemente bereits die nur über die Gesamtfläche des Textes entstehende Bedeutung anzeigt“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Gardt, Andreas |Titel=Kunst und Sprache. Beobachtungen anlässlich der documenta 12 |Herausgeber*in=Achim Barsch/Helmut Scheuer/Georg-Michael Schulz|Sammelband=Literatur - Kunst - Medien. Festschrift für Peter Seibert zum 60. Geburtstag |Ort=München |Verlag= |Jahr=2008 |Seite=201-224, hier S.214ff }}&amp;lt;/ref&amp;gt;  Kurz gesagt: der klimafreundliche Eindruck bildet sich über die Fläche des Textes, durch die Handlungsbeschreibungen, die zur Nachhaltigkeit passen heraus und somit bei den Rezipient*innen den Nachhaltigkeits- und Klimaschutzframe auslösen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Funktion und Einsatz von Bildern ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch nicht nur Sprache kann ein klimafreundliches Image vermitteln, sondern auch der Einsatz von Bildern trägt dazu bei. Dabei haben Bilder gegenüber der Sprache den Vorteil, dass sie holistisch (ganzheitlich) wahrgenommen werden. Die Rezipient*innen erfassen die Aussage eines Bildes sozusagen auf einen Blick. Man spricht auch vom Bildüberlegenheitseffekt  gegenüber sprachlichen Äußerungen, da Sprache linear wahrgenommen wird und somit die Rezeptionszeit der Sprache länger dauert. &lt;br /&gt;
In diesen „Nachhaltigkeits-Texten“, sind u.a. Bilder zu sehen, auf denen intakte Natur mit klarem Wasser, grünen Bäumen, farbenprächtigen Fischen, Schildkröten unter Wasser oder sauberen Meeren, oder aber auch Windräder oder Solarzellen abgebildet sind. Teilweise stehen im Kotext dieser Bilder die Wörter Nachhaltigkeit, Umweltschutz und der Firmenname des jeweiligen Unternehmens oder die Branche. Bei einigen Kreuzfahrtanbietern bspw. Nachhaltige Kreuzfahrt.&lt;br /&gt;
In Kombination mit Sprache tragen diese Bilder dazu bei, dass wir einen klimafreundlichen Eindruck im Kopf behalten. Grund dafür ist unser Welt- bzw. verstehensrelevantes Wissen, das durch diese Bilder evoziert wird. Denn durch das wissen die Rezipient*innen, dass klares Wasser und farbenfrohe Fische ein Zeichen dafür sind, dass diese gesund sind sowie Solarzellen und Windräder als klimafreundliche oder auch grüne Energiequellen gelten. Und somit als Zeichen für Umwelt- oder Klimaschutz in unserer Gesellschaft stehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Siegel als Argumente aus dem Autoritätstopos ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Möglichkeit sein klimafreundliches Image zum Ausdruck zu bringen ist die Angabe und der Verweis auf anerkannte Umwelt- oder Klimaschutzsiegel. Zu finden sind diese Siegel bspw. auf Produkten wie Teepackungen, Schreibheften, Büchern etc. Doch auch ein bekanntes Kreuzfahrtschiff trägt mittlerweile das Umweltzeichen des Blauen Engels. Mit dem Abdrucken dieser Siegel, die ein Unternehmen für seine Klima- oder Umweltschutzleistungen bekommen hat, argumentiert es sozusagen aus dem Autoritätstopos heraus, dass es verantwortungsbewusst im Sinne des Klimaschutzes etc. handelt. Das funktioniert deshalb, weil einem Siegel oder einem Prüfzeichen in unserer Gesellschaft allgemein eine große Bedeutung zugesprochen wird, weil man davon ausgehen kann, dass Produkte, die ein Umweltsiegel bspw. von Seiten einer dafür autorisierten Institution tragen, besonders geprüft wurden.&lt;br /&gt;
Die Autorität ist dabei die Institution, die das Siegel vergibt und die dafür verantwortlich ist, zu prüfen, ob ein Unternehmen oder ein Produkt den Richtlinien dieses Zertifikates entspricht. Grundlage dessen ist die allgemeine Übereinkunft, dass Expertenwissen höher einzuschätzen ist als das Wissen von Laien.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Ottmers, Clemens |Titel=Rhetorik |Ort=Stuttgart |Verlag=J.B. Metzler |Jahr=2007 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anscheinend ist der Klimawandel, der Teil des Nachhaltigkeitsframes ist, ein Thema dem sich keine Branche und auch kein Unternehmen mehr entziehen kann, ohne auch selbst ein Statement dazu abzugeben, auch etwas gegen die Klimakatastrophe zu tun. Was in der heutigen [[Diskurs und Diskursanalyse|Diskurssituation]] vielleicht als selbstverständlich angesehen wird, war keines falls „schon immer so“. Dafür genügt ein Blick auf die Werbung eines großen Erdölproduzenten aus dem Jahr 1962. In dieser heißt es: „[https://books.google.de/books?id=k00EAAAAMBAJ&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;hl=de&amp;amp;source=gbs_ge_summary_r&amp;amp;cad=0#v=twopage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Each day Humble supplies enough Energy to melt 7 Million Tons of Glacier!”]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in= |Titel=Life Magazine |Jahr=1962 |Website= |Online= |Abruf=19.04.2023 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
In den 1960-er Jahren konnte demnach ein erdölproduzierendes Unternehmen noch damit für sich werben, dass es in der Lage sei, jeden Tag so viel Energie zu liefern, dass sie 7 Millionen Tonnen Gletschereis zum Schmelzen bringen können.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nicole Kasper</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Benutzer:Nicole_Kasper/Werkstatt&amp;diff=5743</id>
		<title>Benutzer:Nicole Kasper/Werkstatt</title>
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		<updated>2023-04-19T09:26:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Nicole Kasper: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Werkstatt}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Klimafreundliche Selbstdarstellung von Unternehmen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Artikel ist Teil der Reihe [[Unternehmenskommunikation]] und befasst sich mit der [[Multimodalität|multimodalen]] Konstruiertheit von klimafreundlicher Selbstdarstellung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Thematik des Klimawandels begegnet uns im Alltag nicht nur durch die [[Analyse von Pressetexten|Massenmedien]], sondern auch auf Lebensmitteln, Kosmetikartikelverpackungen, oder aller anderen Art von Alltagsgegenständen. Grund dafür sind die unterschiedlichen mehr oder weniger kleinen „Nachhaltigkeitstexte“, die nicht nur auf Produktverpackungen, sondern auch auf Webseiten und Social Media Auftritten von Unternehmen, in der Werbung oder in Katalogen, zu finden sind. Daran ist u.a. zu erkennen, dass das Thema omnipräsent und aus den öffentlichen [[Diskurs und Diskursanalyse|Diskursen]] nicht mehr wegzudenken ist.&lt;br /&gt;
Mittlerweile äußert sich nahezu jedes Unternehmen zu Klimawandel oder Nachhaltigkeit. Das heißt, auch Branchen, die in der öffentlichen Diskussion eher kritisch betrachtet werden, wenn es um das Thema Klima- und Umweltschutz geht. Wie bspw. die Automobilindustrie, die Lebensmittelindustrie, insbesondere die Fleischproduktion, oder die Kreuzfahrtbranche, um nur vier zu nennen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das zeigt sich in Texten, die in der Regel nicht nur aus sprachlichen Zeichen, sondern auch aus Bildern oder anderen Zeichenmodalitäten bestehen. Somit handelt es sich aus linguistischer Sicht um [[Multimodalität|multimodale]] Texte. Wenn in diesem Beitrag von Texten die Rede ist, sind diese multimodal verfassten Texte (mit-)gemeint, da hier von einem semiotisch erweiterten Textbegriff ausgegangen wird. Nach diesem Verständnis trägt jede Zeichenform, die in einem Text verwendet wird, für einen wichtigen Teil zur Bedeutungsbildung des Textes bzw. dessen Aussage bei.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Klug, Nina-Maria |Titel=Multimodale Text- und Diskurssemantik |Herausgeber*in=Nina-Maria Klug/Hartmut Stöckl |Sammelband=Handbuch Sprache im multiomdalen Kontext |Ort=Berlin/Boston |Verlag=De Gruyter |Jahr=2016 |Seite=165-189 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;  Für die Textanalyse bedeutet das nach Klug: „Will man [als Linguist*in, N. K.] Sprache so beschreiben, wie sie gebraucht wird, lässt sie sich nicht aus ihren multimodalen Kontexten lösen“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Klug, Nina-Maria |Titel=Multimodale Text- und Diskurssemantik |Herausgeber*in=Nina-Maria Klug/Hartmut Stöckl |Sammelband=Handbuch Sprache im multiomdalen Kontext |Ort=Berlin/Boston |Verlag=De Gruyter |Jahr=2016 |Seite=168 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;  Das heißt, die Linguist*innen analysieren nicht nur die Sprache eines Textes, sondern alle Zeichenmodalitäten, die in dem zu untersuchenden Kommunikat vorkommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Funktion von (Nachhaltigkeits)- Texten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Texte dienen vor allem der Kommunikation. Diese Kommunikation kann unterschiedliche Funktionen haben, deshalb spricht man auch von der sogenannten Textfunktion. Die „Nachhaltigkeits-Texte“, um die es hier geht, übernehmen zwei Funktionen: Zum einen übermitteln sie eine sachliche Information – bspw., dass Tee aus nachhaltigem Anbau etc. sei – und gleichzeitig vermitteln sie auch ein gewisses Image eines Unternehmens. Durch eine [[Analyse von Pressetexten|pragmalinguistische Textanalyse]] solcher Texte, die auf Webseiten oder Produkten stehen, lässt sich somit auch einiges über die Selbstdarstellung dieser Firmen erkennen. Im Folgenden wird auf drei Formen eingegangen, die zu einer klimafreundlichen Selbstinszenierung beitragen können und die Zeichenmodalitäten Sprache und Bild mit einbeziehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Klimawandel und der Nachhaltigkeits-Frame ===&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Auch wenn in Texten, die Unternehmen auf ihren Webseiten oder auf Produktverpackungen veröffentlichen, nicht immer explizit vom Klimawandel oder Klimaschutz die Rede ist, sondern vermehrt der Begriff Nachhaltigkeit verwendet wird, ist die Klimathematik dennoch mitgemeint. Denn hinter dem „großen“ Begriff der Nachhaltigkeit stehen Themen und Maßnahmen der Schonung natürlicher Ressourcen und somit letztendlich wieder der Klima- und Umweltschutz. Dass Leser*innen das erkennen und einordnen, liegt an sogenannten Frames – genauer: Wissensrahmen -. Diese sind „kognitive Einheiten, in denen stereotypes Wissen über Sachverhalte und Situationen gespeichert ist. Sie dienen der Orientierung in der Welt“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Gardt, Andreas |Titel=Textsemantik. Methoden der Bedeutungserschließung |Herausgeber*in=Jochen A. Bär/Marcus Müller |Sammelband=Geschichte der Sprache - Sprache der Geschichte. Probleme und Perspektiven der historischen Sprachwissenschaft des Deutschen. Oskar Reichmann zum 75. Geburtstag |Ort=Berlin |Verlag=Akademie Verlag |Jahr=2012 |Seite=60-83 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;  und sie helfen uns dabei verschiedene Sachverhalte zu verstehen, da in ihnen unser sogenanntes ‚Weltwissen‘ verankert ist. „Frames ‚enthalten‘ Frames und Frames ‚sind Teil von‘ übergeordneten Frames“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Klug, Nina-Maria |Titel=Framesemantik als Basis textsemantischer Analyse |Herausgeber*in=Ewa Drewnowska-Vargane/Peter Bassola |Sammelband=Schnittstelle Text |Ort= |Verlag= |Jahr=2014 |Seite=247-272, hier S.251 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Wissensrahmen können bei uns durch verschiedene Zeichenmodalitäten wie Sprache, Bilder, Gerüche oder auch Geräusche evoziert werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Klug, Nina-Maria |Titel=Framesemantik als Basis textsemantischer Analyse |Herausgeber*in=Ewa Drewnowska-Vargane/Peter Bassola |Sammelband=Schnittstelle Text |Ort= |Verlag= |Jahr=2014 |Seite=247-272, hier S.255 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;  Das heißt, aufgrund der kognitiven Verknüpfung der Frames verbinden Rezipient*innen den Nachhaltigkeitsbegriff automatisch u.a. mit dem Klimawandel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sprachliche Konstruiertheit von Klimafreundlichkeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Unternehmen führen mittlerweile eine extra Rubrik zur Nachhaltigkeit auf ihrer Webseite , auf der sie sich dazu äußern, welche Maßnahmen sie für ein nachhaltiges Handeln und Produzieren befolgen. Dabei kann zwischen expliziten und impliziten Äußerungen unterschieden werden. Zum klaren Ansprechen der Thematik zählen Formulierungen wie Unser Beitrag zum Klimaschutz, Gut fürs Klima oder Wir setzen uns für den Schutz der Umwelt ein etc. In der Sprachwissenschaft spricht man in diesen Fällen auch von der punktuellen Bedeutungsbildung. Bei dieser kann man „bei der Frage nach der Bedeutung des Textes meist auf einzelne Textstellen verweisen, die man für semantisch relevant hält, wie bspw. zentrale lexikalische Ausdrücke“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Gardt, Andreas |Titel=Kunst und Sprache. Beobachtungen anlässlich der documenta 12 |Herausgeber*in=Achim Barsch/Helmut Scheuer/Georg-Michael Schulz |Sammelband=Literatur - Kunst - Medien. Festschrift für Peter Seibert zum 60. Geburtstag |Ort=München |Verlag= |Jahr=2008 |Seite=201-224, hier S. 14ff. }}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Das Gegenteil davon ist die flächige Bedeutungsbildung, bzw. das implizite Sprechen über klimafreundliches Handeln, sozusagen das, was man allgemeinsprachlich auch das „zwischen den Zeilen stehende“ nennt. Bei solchen Texten haben die Rezipient*innen den Eindruck, dass ein Unternehmen oder eine Person klimafreundlich handelt, ohne dass diese Themen direkt angesprochen werden. An folgendem Textausschnitt soll das einmal exemplifiziert werden:&lt;br /&gt;
„[…] Wenn Alteisensammlung war, zogen wir mit dem Anhänger durch die Straßen und sammelten alte kaputte Fahrradteile ein, aus denen wir dann wieder funktionierende Velos zusammenbauten […]. [Und, N.K.], weil uns […] unser Vater gezeigt hat, wie ein Komposthaufen funktioniert und es Spaß macht, wenn man in Kreisläufen denkt und handelt […] entstand die Einsicht, dass aus Abfall, im besten Fall, noch einmal etwas wird […].“ &lt;br /&gt;
Die Handlungen, die hier in dem Textauszug beschrieben werden, können als Inbegriff des nachhaltigen Handelns gesehen werden. Aus alten Dingen wird Neues hergestellt. Hieran ist zu erkennen, dass es das Schlagwort der Nachhaltigkeit oder des Umweltschutzes gar nicht braucht, um den Wissensrahmen von Nachhaltigkeit bei uns auszulösen. Da die Bedeutung hier nicht an einem einzelnen Wort festzumachen ist, sondern durch die Summe der Lexeme bzw. Handlungsbeschreibungen, nämlich das Einsammeln von Alteisen, das Zusammenbauen neuer Fahrräder aus alten kaputten Fahrradteilen sowie das Denken in Kreisläufen und Recyceln von Abfall, ist in der Linguistik in solchen Fällen auch von der sogenannten flächigen Bedeutungsbildung die Rede. Das heißt: Die Bedeutung entsteht „durch die Summe der semantischen Wirkung von Textelementen, ohne dass ein einzelnes dieser Textelemente bereits die nur über die Gesamtfläche des Textes entstehende Bedeutung anzeigt“.  Kurz gesagt: der klimafreundliche Eindruck bildet sich über die Fläche des Textes, durch die Handlungsbeschreibungen, die zur Nachhaltigkeit passen heraus und somit bei den Rezipient*innen den Nachhaltigkeits- und Klimaschutzframe auslösen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Funktion und Einsatz von Bildern ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch nicht nur Sprache kann ein klimafreundliches Image vermitteln, sondern auch der Einsatz von Bildern trägt dazu bei. Dabei haben Bilder gegenüber der Sprache den Vorteil, dass sie holistisch (ganzheitlich) wahrgenommen werden. Die Rezipient*innen erfassen die Aussage eines Bildes sozusagen auf einen Blick. Man spricht auch vom Bildüberlegenheitseffekt  gegenüber sprachlichen Äußerungen, da Sprache linear wahrgenommen wird und somit die Rezeptionszeit der Sprache länger dauert. &lt;br /&gt;
In diesen „Nachhaltigkeits-Texten“, sind u.a. Bilder zu sehen, auf denen intakte Natur mit klarem Wasser, grünen Bäumen, farbenprächtigen Fischen, Schildkröten unter Wasser oder sauberen Meeren, oder aber auch Windräder oder Solarzellen abgebildet sind. Teilweise stehen im Kotext dieser Bilder die Wörter Nachhaltigkeit, Umweltschutz und der Firmenname des jeweiligen Unternehmens oder die Branche. Bei einigen Kreuzfahrtanbietern bspw. Nachhaltige Kreuzfahrt.&lt;br /&gt;
In Kombination mit Sprache tragen diese Bilder dazu bei, dass wir einen klimafreundlichen Eindruck im Kopf behalten. Grund dafür ist unser Welt- bzw. verstehensrelevantes Wissen, das durch diese Bilder evoziert wird. Denn durch das wissen die Rezipient*innen, dass klares Wasser und farbenfrohe Fische ein Zeichen dafür sind, dass diese gesund sind sowie Solarzellen und Windräder als klimafreundliche oder auch grüne Energiequellen gelten. Und somit als Zeichen für Umwelt- oder Klimaschutz in unserer Gesellschaft stehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Siegel als Argumente aus dem Autoritätstopos ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Möglichkeit sein klimafreundliches Image zum Ausdruck zu bringen ist die Angabe und der Verweis auf anerkannte Umwelt- oder Klimaschutzsiegel. Zu finden sind diese Siegel bspw. auf Produkten wie Teepackungen, Schreibheften, Büchern etc. Doch auch ein bekanntes Kreuzfahrtschiff trägt mittlerweile das Umweltzeichen des Blauen Engels. Mit dem Abdrucken dieser Siegel, die ein Unternehmen für seine Klima- oder Umweltschutzleistungen bekommen hat, argumentiert es sozusagen aus dem Autoritätstopos heraus, dass es verantwortungsbewusst im Sinne des Klimaschutzes etc. handelt. Das funktioniert deshalb, weil einem Siegel oder einem Prüfzeichen in unserer Gesellschaft allgemein eine große Bedeutung zugesprochen wird, weil man davon ausgehen kann, dass Produkte, die ein Umweltsiegel bspw. von Seiten einer dafür autorisierten Institution tragen, besonders geprüft wurden.&lt;br /&gt;
Die Autorität ist dabei die Institution, die das Siegel vergibt und die dafür verantwortlich ist, zu prüfen, ob ein Unternehmen oder ein Produkt den Richtlinien dieses Zertifikates entspricht. Grundlage dessen ist die allgemeine Übereinkunft, dass Expertenwissen höher einzuschätzen ist als das Wissen von Laien.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anscheinend ist der Klimawandel, der Teil des Nachhaltigkeitsframes ist, ein Thema dem sich keine Branche und auch kein Unternehmen mehr entziehen kann, ohne auch selbst ein Statement dazu abzugeben, auch etwas gegen die Klimakatastrophe zu tun. Was in der heutigen [[Diskurs und Diskursanalyse|Diskurssituation]] vielleicht als selbstverständlich angesehen wird, war keines falls „schon immer so“. Dafür genügt ein Blick auf die Werbung eines großen Erdölproduzenten aus dem Jahr 1962. In dieser heißt es: „[https://books.google.de/books?id=k00EAAAAMBAJ&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;hl=de&amp;amp;source=gbs_ge_summary_r&amp;amp;cad=0#v=twopage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Each day Humble supplies enough Energy to melt 7 Million Tons of Glacier!”] &lt;br /&gt;
In den 1960-er Jahren konnte demnach ein erdölproduzierendes Unternehmen noch damit für sich werben, dass es in der Lage sei, jeden Tag so viel Energie zu liefern, dass sie 7 Millionen Tonnen Gletschereis zum Schmelzen bringen können.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nicole Kasper</name></author>
	</entry>
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		<id>http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Benutzer:Nicole_Kasper/Werkstatt&amp;diff=5742</id>
		<title>Benutzer:Nicole Kasper/Werkstatt</title>
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		<updated>2023-04-19T09:24:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Nicole Kasper: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Werkstatt}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Klimafreundliche Selbstdarstellung von Unternehmen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Artikel ist Teil der Reihe [[Unternehmenskommunikation]] und befasst sich mit der [[Multimodalität|multimodalen]] Konstruiertheit von klimafreundlicher Selbstdarstellung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Thematik des Klimawandels begegnet uns im Alltag nicht nur durch die [[Analyse von Pressetexten|Massenmedien]], sondern auch auf Lebensmitteln, Kosmetikartikelverpackungen, oder aller anderen Art von Alltagsgegenständen. Grund dafür sind die unterschiedlichen mehr oder weniger kleinen „Nachhaltigkeitstexte“, die nicht nur auf Produktverpackungen, sondern auch auf Webseiten und Social Media Auftritten von Unternehmen, in der Werbung oder in Katalogen, zu finden sind. Daran ist u.a. zu erkennen, dass das Thema omnipräsent und aus den öffentlichen [[Diskurs und Diskursanalyse|Diskursen]] nicht mehr wegzudenken ist.&lt;br /&gt;
Mittlerweile äußert sich nahezu jedes Unternehmen zu Klimawandel oder Nachhaltigkeit. Das heißt, auch Branchen, die in der öffentlichen Diskussion eher kritisch betrachtet werden, wenn es um das Thema Klima- und Umweltschutz geht. Wie bspw. die Automobilindustrie, die Lebensmittelindustrie, insbesondere die Fleischproduktion, oder die Kreuzfahrtbranche, um nur vier zu nennen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das zeigt sich in Texten, die in der Regel nicht nur aus sprachlichen Zeichen, sondern auch aus Bildern oder anderen Zeichenmodalitäten bestehen. Somit handelt es sich aus linguistischer Sicht um [[Multimodalität|multimodale]] Texte. Wenn in diesem Beitrag von Texten die Rede ist, sind diese multimodal verfassten Texte (mit-)gemeint, da hier von einem semiotisch erweiterten Textbegriff ausgegangen wird. Nach diesem Verständnis trägt jede Zeichenform, die in einem Text verwendet wird, für einen wichtigen Teil zur Bedeutungsbildung des Textes bzw. dessen Aussage bei.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Nina-Maria Klug |Titel=Multimodale Text- und Diskurssemantik |Herausgeber*in=Nina-Maria Klug/Hartmut Stöckl |Sammelband=Handbuch Sprache im multiomdalen Kontext |Ort=Berlin/Boston |Verlag=De Gruyter |Jahr=2016 |Seite=165-189 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;  Für die Textanalyse bedeutet das nach Klug: „Will man [als Linguist*in, N. K.] Sprache so beschreiben, wie sie gebraucht wird, lässt sie sich nicht aus ihren multimodalen Kontexten lösen“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Nina-Maria Klug |Titel=Multimodale Text- und Diskurssemantik |Herausgeber*in=Nina-Maria Klug/Hartmut Stöckl |Sammelband=Handbuch Sprache im multiomdalen Kontext |Ort=Berlin/Boston |Verlag=De Gruyter |Jahr=2016 |Seite=168 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;  Das heißt, die Linguist*innen analysieren nicht nur die Sprache eines Textes, sondern alle Zeichenmodalitäten, die in dem zu untersuchenden Kommunikat vorkommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Funktion von (Nachhaltigkeits)- Texten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Texte dienen vor allem der Kommunikation. Diese Kommunikation kann unterschiedliche Funktionen haben, deshalb spricht man auch von der sogenannten Textfunktion. Die „Nachhaltigkeits-Texte“, um die es hier geht, übernehmen zwei Funktionen: Zum einen übermitteln sie eine sachliche Information – bspw., dass Tee aus nachhaltigem Anbau etc. sei – und gleichzeitig vermitteln sie auch ein gewisses Image eines Unternehmens. Durch eine [[Analyse von Pressetexten|pragmalinguistische Textanalyse]] solcher Texte, die auf Webseiten oder Produkten stehen, lässt sich somit auch einiges über die Selbstdarstellung dieser Firmen erkennen. Im Folgenden wird auf drei Formen eingegangen, die zu einer klimafreundlichen Selbstinszenierung beitragen können und die Zeichenmodalitäten Sprache und Bild mit einbeziehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Klimawandel und der Nachhaltigkeits-Frame ===&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Auch wenn in Texten, die Unternehmen auf ihren Webseiten oder auf Produktverpackungen veröffentlichen, nicht immer explizit vom Klimawandel oder Klimaschutz die Rede ist, sondern vermehrt der Begriff Nachhaltigkeit verwendet wird, ist die Klimathematik dennoch mitgemeint. Denn hinter dem „großen“ Begriff der Nachhaltigkeit stehen Themen und Maßnahmen der Schonung natürlicher Ressourcen und somit letztendlich wieder der Klima- und Umweltschutz. Dass Leser*innen das erkennen und einordnen, liegt an sogenannten Frames – genauer: Wissensrahmen -. Diese sind „kognitive Einheiten, in denen stereotypes Wissen über Sachverhalte und Situationen gespeichert ist. Sie dienen der Orientierung in der Welt“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Gardt, Andreas |Titel=Textsemantik. Methoden der Bedeutungserschließung |Herausgeber*in=Jochen A. Bär/Marcus Müller |Sammelband=Geschichte der Sprache - Sprache der Geschichte. Probleme und Perspektiven der historischen Sprachwissenschaft des Deutschen. Oskar Reichmann zum 75. Geburtstag |Ort=Berlin |Verlag=Akademie Verlag |Jahr=2012 |Seite=60-83 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;  und sie helfen uns dabei verschiedene Sachverhalte zu verstehen, da in ihnen unser sogenanntes ‚Weltwissen‘ verankert ist. „Frames ‚enthalten‘ Frames und Frames ‚sind Teil von‘ übergeordneten Frames“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Klug, Nina-Maria |Titel=Framesemantik als Basis textsemantischer Analyse |Herausgeber*in=Ewa Drewnowska-Vargane/Peter Bassola |Sammelband=Schnittstelle Text |Ort= |Verlag= |Jahr=2014 |Seite=247-272, hier S.251 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Wissensrahmen können bei uns durch verschiedene Zeichenmodalitäten wie Sprache, Bilder, Gerüche oder auch Geräusche evoziert werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Klug, Nina-Maria |Titel=Framesemantik als Basis textsemantischer Analyse |Herausgeber*in=Ewa Drewnowska-Vargane/Peter Bassola |Sammelband=Schnittstelle Text |Ort= |Verlag= |Jahr=2014 |Seite=247-272, hier S.255 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;  Das heißt, aufgrund der kognitiven Verknüpfung der Frames verbinden Rezipient*innen den Nachhaltigkeitsbegriff automatisch u.a. mit dem Klimawandel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sprachliche Konstruiertheit von Klimafreundlichkeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Unternehmen führen mittlerweile eine extra Rubrik zur Nachhaltigkeit auf ihrer Webseite , auf der sie sich dazu äußern, welche Maßnahmen sie für ein nachhaltiges Handeln und Produzieren befolgen. Dabei kann zwischen expliziten und impliziten Äußerungen unterschieden werden. Zum klaren Ansprechen der Thematik zählen Formulierungen wie Unser Beitrag zum Klimaschutz, Gut fürs Klima oder Wir setzen uns für den Schutz der Umwelt ein etc. In der Sprachwissenschaft spricht man in diesen Fällen auch von der punktuellen Bedeutungsbildung. Bei dieser kann man „bei der Frage nach der Bedeutung des Textes meist auf einzelne Textstellen verweisen, die man für semantisch relevant hält, wie bspw. zentrale lexikalische Ausdrücke“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Gardt, Andreas |Titel=Kunst und Sprache. Beobachtungen anlässlich der documenta 12 |Herausgeber*in=Achim Barsch/Helmut Scheuer/Georg-Michael Schulz |Sammelband=Literatur - Kunst - Medien. Festschrift für Peter Seibert zum 60. Geburtstag |Ort=München |Verlag= |Jahr=2008 |Seite=201-224, hier S. 14ff. }}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Das Gegenteil davon ist die flächige Bedeutungsbildung, bzw. das implizite Sprechen über klimafreundliches Handeln, sozusagen das, was man allgemeinsprachlich auch das „zwischen den Zeilen stehende“ nennt. Bei solchen Texten haben die Rezipient*innen den Eindruck, dass ein Unternehmen oder eine Person klimafreundlich handelt, ohne dass diese Themen direkt angesprochen werden. An folgendem Textausschnitt soll das einmal exemplifiziert werden:&lt;br /&gt;
„[…] Wenn Alteisensammlung war, zogen wir mit dem Anhänger durch die Straßen und sammelten alte kaputte Fahrradteile ein, aus denen wir dann wieder funktionierende Velos zusammenbauten […]. [Und, N.K.], weil uns […] unser Vater gezeigt hat, wie ein Komposthaufen funktioniert und es Spaß macht, wenn man in Kreisläufen denkt und handelt […] entstand die Einsicht, dass aus Abfall, im besten Fall, noch einmal etwas wird […].“ &lt;br /&gt;
Die Handlungen, die hier in dem Textauszug beschrieben werden, können als Inbegriff des nachhaltigen Handelns gesehen werden. Aus alten Dingen wird Neues hergestellt. Hieran ist zu erkennen, dass es das Schlagwort der Nachhaltigkeit oder des Umweltschutzes gar nicht braucht, um den Wissensrahmen von Nachhaltigkeit bei uns auszulösen. Da die Bedeutung hier nicht an einem einzelnen Wort festzumachen ist, sondern durch die Summe der Lexeme bzw. Handlungsbeschreibungen, nämlich das Einsammeln von Alteisen, das Zusammenbauen neuer Fahrräder aus alten kaputten Fahrradteilen sowie das Denken in Kreisläufen und Recyceln von Abfall, ist in der Linguistik in solchen Fällen auch von der sogenannten flächigen Bedeutungsbildung die Rede. Das heißt: Die Bedeutung entsteht „durch die Summe der semantischen Wirkung von Textelementen, ohne dass ein einzelnes dieser Textelemente bereits die nur über die Gesamtfläche des Textes entstehende Bedeutung anzeigt“.  Kurz gesagt: der klimafreundliche Eindruck bildet sich über die Fläche des Textes, durch die Handlungsbeschreibungen, die zur Nachhaltigkeit passen heraus und somit bei den Rezipient*innen den Nachhaltigkeits- und Klimaschutzframe auslösen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Funktion und Einsatz von Bildern ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch nicht nur Sprache kann ein klimafreundliches Image vermitteln, sondern auch der Einsatz von Bildern trägt dazu bei. Dabei haben Bilder gegenüber der Sprache den Vorteil, dass sie holistisch (ganzheitlich) wahrgenommen werden. Die Rezipient*innen erfassen die Aussage eines Bildes sozusagen auf einen Blick. Man spricht auch vom Bildüberlegenheitseffekt  gegenüber sprachlichen Äußerungen, da Sprache linear wahrgenommen wird und somit die Rezeptionszeit der Sprache länger dauert. &lt;br /&gt;
In diesen „Nachhaltigkeits-Texten“, sind u.a. Bilder zu sehen, auf denen intakte Natur mit klarem Wasser, grünen Bäumen, farbenprächtigen Fischen, Schildkröten unter Wasser oder sauberen Meeren, oder aber auch Windräder oder Solarzellen abgebildet sind. Teilweise stehen im Kotext dieser Bilder die Wörter Nachhaltigkeit, Umweltschutz und der Firmenname des jeweiligen Unternehmens oder die Branche. Bei einigen Kreuzfahrtanbietern bspw. Nachhaltige Kreuzfahrt.&lt;br /&gt;
In Kombination mit Sprache tragen diese Bilder dazu bei, dass wir einen klimafreundlichen Eindruck im Kopf behalten. Grund dafür ist unser Welt- bzw. verstehensrelevantes Wissen, das durch diese Bilder evoziert wird. Denn durch das wissen die Rezipient*innen, dass klares Wasser und farbenfrohe Fische ein Zeichen dafür sind, dass diese gesund sind sowie Solarzellen und Windräder als klimafreundliche oder auch grüne Energiequellen gelten. Und somit als Zeichen für Umwelt- oder Klimaschutz in unserer Gesellschaft stehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Siegel als Argumente aus dem Autoritätstopos ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Möglichkeit sein klimafreundliches Image zum Ausdruck zu bringen ist die Angabe und der Verweis auf anerkannte Umwelt- oder Klimaschutzsiegel. Zu finden sind diese Siegel bspw. auf Produkten wie Teepackungen, Schreibheften, Büchern etc. Doch auch ein bekanntes Kreuzfahrtschiff trägt mittlerweile das Umweltzeichen des Blauen Engels. Mit dem Abdrucken dieser Siegel, die ein Unternehmen für seine Klima- oder Umweltschutzleistungen bekommen hat, argumentiert es sozusagen aus dem Autoritätstopos heraus, dass es verantwortungsbewusst im Sinne des Klimaschutzes etc. handelt. Das funktioniert deshalb, weil einem Siegel oder einem Prüfzeichen in unserer Gesellschaft allgemein eine große Bedeutung zugesprochen wird, weil man davon ausgehen kann, dass Produkte, die ein Umweltsiegel bspw. von Seiten einer dafür autorisierten Institution tragen, besonders geprüft wurden.&lt;br /&gt;
Die Autorität ist dabei die Institution, die das Siegel vergibt und die dafür verantwortlich ist, zu prüfen, ob ein Unternehmen oder ein Produkt den Richtlinien dieses Zertifikates entspricht. Grundlage dessen ist die allgemeine Übereinkunft, dass Expertenwissen höher einzuschätzen ist als das Wissen von Laien.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anscheinend ist der Klimawandel, der Teil des Nachhaltigkeitsframes ist, ein Thema dem sich keine Branche und auch kein Unternehmen mehr entziehen kann, ohne auch selbst ein Statement dazu abzugeben, auch etwas gegen die Klimakatastrophe zu tun. Was in der heutigen [[Diskurs und Diskursanalyse|Diskurssituation]] vielleicht als selbstverständlich angesehen wird, war keines falls „schon immer so“. Dafür genügt ein Blick auf die Werbung eines großen Erdölproduzenten aus dem Jahr 1962. In dieser heißt es: „[https://books.google.de/books?id=k00EAAAAMBAJ&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;hl=de&amp;amp;source=gbs_ge_summary_r&amp;amp;cad=0#v=twopage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Each day Humble supplies enough Energy to melt 7 Million Tons of Glacier!”] &lt;br /&gt;
In den 1960-er Jahren konnte demnach ein erdölproduzierendes Unternehmen noch damit für sich werben, dass es in der Lage sei, jeden Tag so viel Energie zu liefern, dass sie 7 Millionen Tonnen Gletschereis zum Schmelzen bringen können.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nicole Kasper</name></author>
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		<id>http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Benutzer:Nicole_Kasper/Werkstatt&amp;diff=5741</id>
		<title>Benutzer:Nicole Kasper/Werkstatt</title>
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		<updated>2023-04-19T09:21:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Nicole Kasper: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Werkstatt}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Klimafreundliche Selbstdarstellung von Unternehmen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Artikel ist Teil der Reihe [[Unternehmenskommunikation]] und befasst sich mit der [[Multimodalität|multimodalen]] Konstruiertheit von klimafreundlicher Selbstdarstellung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Thematik des Klimawandels begegnet uns im Alltag nicht nur durch die [[Analyse von Pressetexten|Massenmedien]], sondern auch auf Lebensmitteln, Kosmetikartikelverpackungen, oder aller anderen Art von Alltagsgegenständen. Grund dafür sind die unterschiedlichen mehr oder weniger kleinen „Nachhaltigkeitstexte“, die nicht nur auf Produktverpackungen, sondern auch auf Webseiten und Social Media Auftritten von Unternehmen, in der Werbung oder in Katalogen, zu finden sind. Daran ist u.a. zu erkennen, dass das Thema omnipräsent und aus den öffentlichen [[Diskurs und Diskursanalyse|Diskursen]] nicht mehr wegzudenken ist.&lt;br /&gt;
Mittlerweile äußert sich nahezu jedes Unternehmen zu Klimawandel oder Nachhaltigkeit. Das heißt, auch Branchen, die in der öffentlichen Diskussion eher kritisch betrachtet werden, wenn es um das Thema Klima- und Umweltschutz geht. Wie bspw. die Automobilindustrie, die Lebensmittelindustrie, insbesondere die Fleischproduktion, oder die Kreuzfahrtbranche, um nur vier zu nennen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das zeigt sich in Texten, die in der Regel nicht nur aus sprachlichen Zeichen, sondern auch aus Bildern oder anderen Zeichenmodalitäten bestehen. Somit handelt es sich aus linguistischer Sicht um [[Multimodalität|multimodale]] Texte. Wenn in diesem Beitrag von Texten die Rede ist, sind diese multimodal verfassten Texte (mit-)gemeint, da hier von einem semiotisch erweiterten Textbegriff ausgegangen wird. Nach diesem Verständnis trägt jede Zeichenform, die in einem Text verwendet wird, für einen wichtigen Teil zur Bedeutungsbildung des Textes bzw. dessen Aussage bei.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Nina-Maria Klug |Titel=Multimodale Text- und Diskurssemantik |Herausgeber*in=Nina-Maria Klug/Hartmut Stöckl |Sammelband=Handbuch Sprache im multiomdalen Kontext |Ort=Berlin/Boston |Verlag=De Gruyter |Jahr=2016 |Seite=165-189 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;  Für die Textanalyse bedeutet das nach Klug: „Will man [als Linguist*in, N. K.] Sprache so beschreiben, wie sie gebraucht wird, lässt sie sich nicht aus ihren multimodalen Kontexten lösen“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Nina-Maria Klug |Titel=Multimodale Text- und Diskurssemantik |Herausgeber*in=Nina-Maria Klug/Hartmut Stöckl |Sammelband=Handbuch Sprache im multiomdalen Kontext |Ort=Berlin/Boston |Verlag=De Gruyter |Jahr=2016 |Seite=168 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;  Das heißt, die Linguist*innen analysieren nicht nur die Sprache eines Textes, sondern alle Zeichenmodalitäten, die in dem zu untersuchenden Kommunikat vorkommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Funktion von (Nachhaltigkeits)- Texten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Texte dienen vor allem der Kommunikation. Diese Kommunikation kann unterschiedliche Funktionen haben, deshalb spricht man auch von der sogenannten Textfunktion. Die „Nachhaltigkeits-Texte“, um die es hier geht, übernehmen zwei Funktionen: Zum einen übermitteln sie eine sachliche Information – bspw., dass Tee aus nachhaltigem Anbau etc. sei – und gleichzeitig vermitteln sie auch ein gewisses Image eines Unternehmens. Durch eine [[Analyse von Pressetexten|pragmalinguistische Textanalyse]] solcher Texte, die auf Webseiten oder Produkten stehen, lässt sich somit auch einiges über die Selbstdarstellung dieser Firmen erkennen. Im Folgenden wird auf drei Formen eingegangen, die zu einer klimafreundlichen Selbstinszenierung beitragen können und die Zeichenmodalitäten Sprache und Bild mit einbeziehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Klimawandel und der Nachhaltigkeits-Frame ===&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Auch wenn in Texten, die Unternehmen auf ihren Webseiten oder auf Produktverpackungen veröffentlichen, nicht immer explizit vom Klimawandel oder Klimaschutz die Rede ist, sondern vermehrt der Begriff Nachhaltigkeit verwendet wird, ist die Klimathematik dennoch mitgemeint. Denn hinter dem „großen“ Begriff der Nachhaltigkeit stehen Themen und Maßnahmen der Schonung natürlicher Ressourcen und somit letztendlich wieder der Klima- und Umweltschutz. Dass Leser*innen das erkennen und einordnen, liegt an sogenannten Frames – genauer: Wissensrahmen -. Diese sind „kognitive Einheiten, in denen stereotypes Wissen über Sachverhalte und Situationen gespeichert ist. Sie dienen der Orientierung in der Welt“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Andreas Gardt |Titel=Textsemantik. Methoden der Bedeutungserschließung |Herausgeber*in=Jochen A. Bär/Marcus Müller |Sammelband=Geschichte der Sprache - Sprache der Geschichte. Probleme und Perspektiven der historischen Sprachwissenschaft des Deutschen. Oskar Reichmann zum 75. Geburtstag |Ort=Berlin |Verlag=Akademie Verlag |Jahr=2012 |Seite=60-83 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;  und sie helfen uns dabei verschiedene Sachverhalte zu verstehen, da in ihnen unser sogenanntes ‚Weltwissen‘ verankert ist. „Frames ‚enthalten‘ Frames und Frames ‚sind Teil von‘ übergeordneten Frames“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Nina-Maria Klug |Titel=Framesemantik als Basis textsemantischer Analyse |Herausgeber*in=Ewa Drewnowska-Vargane/Peter Bassola |Sammelband=Schnittstelle Text |Ort= |Verlag= |Jahr=2014 |Seite=247-272, hier S.251 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Wissensrahmen können bei uns durch verschiedene Zeichenmodalitäten wie Sprache, Bilder, Gerüche oder auch Geräusche evoziert werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Nina-Maria Klug |Titel=Framesemantik als Basis textsemantischer Analyse |Herausgeber*in=Ewa Drewnowska-Vargane/Peter Bassola |Sammelband=Schnittstelle Text |Ort= |Verlag= |Jahr=2014 |Seite=247-272, hier S.255 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;  Das heißt, aufgrund der kognitiven Verknüpfung der Frames verbinden Rezipient*innen den Nachhaltigkeitsbegriff automatisch u.a. mit dem Klimawandel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sprachliche Konstruiertheit von Klimafreundlichkeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Unternehmen führen mittlerweile eine extra Rubrik zur Nachhaltigkeit auf ihrer Webseite , auf der sie sich dazu äußern, welche Maßnahmen sie für ein nachhaltiges Handeln und Produzieren befolgen. Dabei kann zwischen expliziten und impliziten Äußerungen unterschieden werden. Zum klaren Ansprechen der Thematik zählen Formulierungen wie Unser Beitrag zum Klimaschutz, Gut fürs Klima oder Wir setzen uns für den Schutz der Umwelt ein etc. In der Sprachwissenschaft spricht man in diesen Fällen auch von der punktuellen Bedeutungsbildung. Bei dieser kann man „bei der Frage nach der Bedeutung des Textes meist auf einzelne Textstellen verweisen, die man für semantisch relevant hält, wie bspw. zentrale lexikalische Ausdrücke“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Andreas Gardt |Titel=Kunst und Sprache. Beobachtungen anlässlich der documenta 12 |Herausgeber*in=Achim Barsch/Helmut Scheuer/Georg-Michael Schulz |Sammelband=Literatur - Kunst - Medien. Festschrift für Peter Seibert zum 60. Geburtstag |Ort=München |Verlag= |Jahr=2008 |Seite=201-224, hier S. 14ff. }}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Das Gegenteil davon ist die flächige Bedeutungsbildung, bzw. das implizite Sprechen über klimafreundliches Handeln, sozusagen das, was man allgemeinsprachlich auch das „zwischen den Zeilen stehende“ nennt. Bei solchen Texten haben die Rezipient*innen den Eindruck, dass ein Unternehmen oder eine Person klimafreundlich handelt, ohne dass diese Themen direkt angesprochen werden. An folgendem Textausschnitt soll das einmal exemplifiziert werden:&lt;br /&gt;
„[…] Wenn Alteisensammlung war, zogen wir mit dem Anhänger durch die Straßen und sammelten alte kaputte Fahrradteile ein, aus denen wir dann wieder funktionierende Velos zusammenbauten […]. [Und, N.K.], weil uns […] unser Vater gezeigt hat, wie ein Komposthaufen funktioniert und es Spaß macht, wenn man in Kreisläufen denkt und handelt […] entstand die Einsicht, dass aus Abfall, im besten Fall, noch einmal etwas wird […].“ &lt;br /&gt;
Die Handlungen, die hier in dem Textauszug beschrieben werden, können als Inbegriff des nachhaltigen Handelns gesehen werden. Aus alten Dingen wird Neues hergestellt. Hieran ist zu erkennen, dass es das Schlagwort der Nachhaltigkeit oder des Umweltschutzes gar nicht braucht, um den Wissensrahmen von Nachhaltigkeit bei uns auszulösen. Da die Bedeutung hier nicht an einem einzelnen Wort festzumachen ist, sondern durch die Summe der Lexeme bzw. Handlungsbeschreibungen, nämlich das Einsammeln von Alteisen, das Zusammenbauen neuer Fahrräder aus alten kaputten Fahrradteilen sowie das Denken in Kreisläufen und Recyceln von Abfall, ist in der Linguistik in solchen Fällen auch von der sogenannten flächigen Bedeutungsbildung die Rede. Das heißt: Die Bedeutung entsteht „durch die Summe der semantischen Wirkung von Textelementen, ohne dass ein einzelnes dieser Textelemente bereits die nur über die Gesamtfläche des Textes entstehende Bedeutung anzeigt“.  Kurz gesagt: der klimafreundliche Eindruck bildet sich über die Fläche des Textes, durch die Handlungsbeschreibungen, die zur Nachhaltigkeit passen heraus und somit bei den Rezipient*innen den Nachhaltigkeits- und Klimaschutzframe auslösen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Funktion und Einsatz von Bildern ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch nicht nur Sprache kann ein klimafreundliches Image vermitteln, sondern auch der Einsatz von Bildern trägt dazu bei. Dabei haben Bilder gegenüber der Sprache den Vorteil, dass sie holistisch (ganzheitlich) wahrgenommen werden. Die Rezipient*innen erfassen die Aussage eines Bildes sozusagen auf einen Blick. Man spricht auch vom Bildüberlegenheitseffekt  gegenüber sprachlichen Äußerungen, da Sprache linear wahrgenommen wird und somit die Rezeptionszeit der Sprache länger dauert. &lt;br /&gt;
In diesen „Nachhaltigkeits-Texten“, sind u.a. Bilder zu sehen, auf denen intakte Natur mit klarem Wasser, grünen Bäumen, farbenprächtigen Fischen, Schildkröten unter Wasser oder sauberen Meeren, oder aber auch Windräder oder Solarzellen abgebildet sind. Teilweise stehen im Kotext dieser Bilder die Wörter Nachhaltigkeit, Umweltschutz und der Firmenname des jeweiligen Unternehmens oder die Branche. Bei einigen Kreuzfahrtanbietern bspw. Nachhaltige Kreuzfahrt.&lt;br /&gt;
In Kombination mit Sprache tragen diese Bilder dazu bei, dass wir einen klimafreundlichen Eindruck im Kopf behalten. Grund dafür ist unser Welt- bzw. verstehensrelevantes Wissen, das durch diese Bilder evoziert wird. Denn durch das wissen die Rezipient*innen, dass klares Wasser und farbenfrohe Fische ein Zeichen dafür sind, dass diese gesund sind sowie Solarzellen und Windräder als klimafreundliche oder auch grüne Energiequellen gelten. Und somit als Zeichen für Umwelt- oder Klimaschutz in unserer Gesellschaft stehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Siegel als Argumente aus dem Autoritätstopos ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Möglichkeit sein klimafreundliches Image zum Ausdruck zu bringen ist die Angabe und der Verweis auf anerkannte Umwelt- oder Klimaschutzsiegel. Zu finden sind diese Siegel bspw. auf Produkten wie Teepackungen, Schreibheften, Büchern etc. Doch auch ein bekanntes Kreuzfahrtschiff trägt mittlerweile das Umweltzeichen des Blauen Engels. Mit dem Abdrucken dieser Siegel, die ein Unternehmen für seine Klima- oder Umweltschutzleistungen bekommen hat, argumentiert es sozusagen aus dem Autoritätstopos heraus, dass es verantwortungsbewusst im Sinne des Klimaschutzes etc. handelt. Das funktioniert deshalb, weil einem Siegel oder einem Prüfzeichen in unserer Gesellschaft allgemein eine große Bedeutung zugesprochen wird, weil man davon ausgehen kann, dass Produkte, die ein Umweltsiegel bspw. von Seiten einer dafür autorisierten Institution tragen, besonders geprüft wurden.&lt;br /&gt;
Die Autorität ist dabei die Institution, die das Siegel vergibt und die dafür verantwortlich ist, zu prüfen, ob ein Unternehmen oder ein Produkt den Richtlinien dieses Zertifikates entspricht. Grundlage dessen ist die allgemeine Übereinkunft, dass Expertenwissen höher einzuschätzen ist als das Wissen von Laien.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anscheinend ist der Klimawandel, der Teil des Nachhaltigkeitsframes ist, ein Thema dem sich keine Branche und auch kein Unternehmen mehr entziehen kann, ohne auch selbst ein Statement dazu abzugeben, auch etwas gegen die Klimakatastrophe zu tun. Was in der heutigen [[Diskurs und Diskursanalyse|Diskurssituation]] vielleicht als selbstverständlich angesehen wird, war keines falls „schon immer so“. Dafür genügt ein Blick auf die Werbung eines großen Erdölproduzenten aus dem Jahr 1962. In dieser heißt es: „[https://books.google.de/books?id=k00EAAAAMBAJ&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;hl=de&amp;amp;source=gbs_ge_summary_r&amp;amp;cad=0#v=twopage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Each day Humble supplies enough Energy to melt 7 Million Tons of Glacier!”] &lt;br /&gt;
In den 1960-er Jahren konnte demnach ein erdölproduzierendes Unternehmen noch damit für sich werben, dass es in der Lage sei, jeden Tag so viel Energie zu liefern, dass sie 7 Millionen Tonnen Gletschereis zum Schmelzen bringen können.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nicole Kasper</name></author>
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		<id>http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Benutzer:Nicole_Kasper/Werkstatt&amp;diff=5740</id>
		<title>Benutzer:Nicole Kasper/Werkstatt</title>
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		<updated>2023-04-19T08:54:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Nicole Kasper: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Werkstatt}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Klimafreundliche Selbstdarstellung von Unternehmen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Artikel ist Teil der Reihe [[Unternehmenskommunikation]] und befasst sich mit der [[Multimodalität|multimodalen]] Konstruiertheit von klimafreundlicher Selbstdarstellung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Thematik des Klimawandels begegnet uns im Alltag nicht nur durch die [[Analyse von Pressetexten|Massenmedien]], sondern auch auf Lebensmitteln, Kosmetikartikelverpackungen, oder aller anderen Art von Alltagsgegenständen. Grund dafür sind die unterschiedlichen mehr oder weniger kleinen „Nachhaltigkeitstexte“, die nicht nur auf Produktverpackungen, sondern auch auf Webseiten und Social Media Auftritten von Unternehmen, in der Werbung oder in Katalogen, zu finden sind. Daran ist u.a. zu erkennen, dass das Thema omnipräsent und aus den öffentlichen [[Diskurs und Diskursanalyse|Diskursen]] nicht mehr wegzudenken ist.&lt;br /&gt;
Mittlerweile äußert sich nahezu jedes Unternehmen zu Klimawandel oder Nachhaltigkeit. Das heißt, auch Branchen, die in der öffentlichen Diskussion eher kritisch betrachtet werden, wenn es um das Thema Klima- und Umweltschutz geht. Wie bspw. die Automobilindustrie, die Lebensmittelindustrie, insbesondere die Fleischproduktion, oder die Kreuzfahrtbranche, um nur vier zu nennen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das zeigt sich in Texten, die in der Regel nicht nur aus sprachlichen Zeichen, sondern auch aus Bildern oder anderen Zeichenmodalitäten bestehen. Somit handelt es sich aus linguistischer Sicht um [[Multimodalität|multimodale]] Texte. Wenn in diesem Beitrag von Texten die Rede ist, sind diese multimodal verfassten Texte (mit-)gemeint, da hier von einem semiotisch erweiterten Textbegriff ausgegangen wird. Nach diesem Verständnis trägt jede Zeichenform, die in einem Text verwendet wird, für einen wichtigen Teil zur Bedeutungsbildung des Textes bzw. dessen Aussage bei.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Nina-Maria Klug |Titel=Multimodale Text- und Diskurssemantik |Herausgeber*in=Nina-Maria Klug/Hartmut Stöckl |Sammelband=Handbuch Sprache im multiomdalen Kontext |Ort=Berlin/Boston |Verlag=De Gruyter |Jahr=2016 |Seite=165-189 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;  Für die Textanalyse bedeutet das nach Klug: „Will man [als Linguist*in, N. K.] Sprache so beschreiben, wie sie gebraucht wird, lässt sie sich nicht aus ihren multimodalen Kontexten lösen“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Nina-Maria Klug |Titel=Multimodale Text- und Diskurssemantik |Herausgeber*in=Nina-Maria Klug/Hartmut Stöckl |Sammelband=Handbuch Sprache im multiomdalen Kontext |Ort=Berlin/Boston |Verlag=De Gruyter |Jahr=2016 |Seite=168 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;  Das heißt, die Linguist*innen analysieren nicht nur die Sprache eines Textes, sondern alle Zeichenmodalitäten, die in dem zu untersuchenden Kommunikat vorkommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Funktion von (Nachhaltigkeits)- Texten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Texte dienen vor allem der Kommunikation. Diese Kommunikation kann unterschiedliche Funktionen haben, deshalb spricht man auch von der sogenannten Textfunktion. Die „Nachhaltigkeits-Texte“, um die es hier geht, übernehmen zwei Funktionen: Zum einen übermitteln sie eine sachliche Information – bspw., dass Tee aus nachhaltigem Anbau etc. sei – und gleichzeitig vermitteln sie auch ein gewisses Image eines Unternehmens. Durch eine [[Analyse von Pressetexten|pragmalinguistische Textanalyse]] solcher Texte, die auf Webseiten oder Produkten stehen, lässt sich somit auch einiges über die Selbstdarstellung dieser Firmen erkennen. Im Folgenden wird auf drei Formen eingegangen, die zu einer klimafreundlichen Selbstinszenierung beitragen können und die Zeichenmodalitäten Sprache und Bild mit einbeziehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Klimawandel und der Nachhaltigkeits-Frame ===&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Auch wenn in Texten, die Unternehmen auf ihren Webseiten oder auf Produktverpackungen veröffentlichen, nicht immer explizit vom Klimawandel oder Klimaschutz die Rede ist, sondern vermehrt der Begriff Nachhaltigkeit verwendet wird, ist die Klimathematik dennoch mitgemeint. Denn hinter dem „großen“ Begriff der Nachhaltigkeit stehen Themen und Maßnahmen der Schonung natürlicher Ressourcen und somit letztendlich wieder der Klima- und Umweltschutz. Dass Leser*innen das erkennen und einordnen, liegt an sogenannten Frames – genauer: Wissensrahmen -. Diese sind „kognitive Einheiten, in denen stereotypes Wissen über Sachverhalte und Situationen gespeichert ist. Sie dienen der Orientierung in der Welt“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quellen-Literatur|Autor*in=Andreas Gardt |Titel=Textsemantik. Methoden der Bedeutungserschließung |Herausgeber*in=Jochen A. Bär/Marcus Müller |Sammelband=Geschichte der Sprache - Sprache der Geschichte. Probleme und Perspektiven der historischen Sprachwissenschaft des Deutschen. Oskar Reichmann zum 75. Geburtstag |Ort=Berlin |Verlag=Akademie Verlag |Jahr=2012 |Seite=60-83 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;  und sie helfen uns dabei verschiedene Sachverhalte zu verstehen, da in ihnen unser sogenanntes ‚Weltwissen‘ verankert ist. „Frames ‚enthalten‘ Frames und Frames ‚sind Teil von‘ übergeordneten Frames“.  Auch der Nachhaltigkeits-Frame besteht aus verschiedenen Frames wie bspw. dem des Klimawandels, Umweltschutzes, sozialer Verantwortung, Biodiversität, Abfall und Müll sowie Recycling usw. Diese Wissensrahmen können bei uns durch verschiedene Zeichenmodalitäten wie Sprache, Bilder, Gerüche oder auch Geräusche evoziert werden.  Das heißt, aufgrund der kognitiven Verknüpfung der Frames verbinden Rezipient*innen den Nachhaltigkeitsbegriff automatisch u.a. mit dem Klimawandel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sprachliche Konstruiertheit von Klimafreundlichkeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Unternehmen führen mittlerweile eine extra Rubrik zur Nachhaltigkeit auf ihrer Webseite , auf der sie sich dazu äußern, welche Maßnahmen sie für ein nachhaltiges Handeln und Produzieren befolgen. Dabei kann zwischen expliziten und impliziten Äußerungen unterschieden werden. Zum klaren Ansprechen der Thematik zählen Formulierungen wie Unser Beitrag zum Klimaschutz, Gut fürs Klima oder Wir setzen uns für den Schutz der Umwelt ein etc. In der Sprachwissenschaft spricht man in diesen Fällen auch von der punktuellen Bedeutungsbildung. Bei dieser kann man „bei der Frage nach der Bedeutung des Textes meist auf einzelne Textstellen verweisen, die man für semantisch relevant hält, wie bspw. zentrale lexikalische Ausdrücke“. &lt;br /&gt;
Das Gegenteil davon ist die flächige Bedeutungsbildung, bzw. das implizite Sprechen über klimafreundliches Handeln, sozusagen das, was man allgemeinsprachlich auch das „zwischen den Zeilen stehende“ nennt. Bei solchen Texten haben die Rezipient*innen den Eindruck, dass ein Unternehmen oder eine Person klimafreundlich handelt, ohne dass diese Themen direkt angesprochen werden. An folgendem Textausschnitt soll das einmal exemplifiziert werden:&lt;br /&gt;
„[…] Wenn Alteisensammlung war, zogen wir mit dem Anhänger durch die Straßen und sammelten alte kaputte Fahrradteile ein, aus denen wir dann wieder funktionierende Velos zusammenbauten […]. [Und, N.K.], weil uns […] unser Vater gezeigt hat, wie ein Komposthaufen funktioniert und es Spaß macht, wenn man in Kreisläufen denkt und handelt […] entstand die Einsicht, dass aus Abfall, im besten Fall, noch einmal etwas wird […].“ &lt;br /&gt;
Die Handlungen, die hier in dem Textauszug beschrieben werden, können als Inbegriff des nachhaltigen Handelns gesehen werden. Aus alten Dingen wird Neues hergestellt. Hieran ist zu erkennen, dass es das Schlagwort der Nachhaltigkeit oder des Umweltschutzes gar nicht braucht, um den Wissensrahmen von Nachhaltigkeit bei uns auszulösen. Da die Bedeutung hier nicht an einem einzelnen Wort festzumachen ist, sondern durch die Summe der Lexeme bzw. Handlungsbeschreibungen, nämlich das Einsammeln von Alteisen, das Zusammenbauen neuer Fahrräder aus alten kaputten Fahrradteilen sowie das Denken in Kreisläufen und Recyceln von Abfall, ist in der Linguistik in solchen Fällen auch von der sogenannten flächigen Bedeutungsbildung die Rede. Das heißt: Die Bedeutung entsteht „durch die Summe der semantischen Wirkung von Textelementen, ohne dass ein einzelnes dieser Textelemente bereits die nur über die Gesamtfläche des Textes entstehende Bedeutung anzeigt“.  Kurz gesagt: der klimafreundliche Eindruck bildet sich über die Fläche des Textes, durch die Handlungsbeschreibungen, die zur Nachhaltigkeit passen heraus und somit bei den Rezipient*innen den Nachhaltigkeits- und Klimaschutzframe auslösen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Funktion und Einsatz von Bildern ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch nicht nur Sprache kann ein klimafreundliches Image vermitteln, sondern auch der Einsatz von Bildern trägt dazu bei. Dabei haben Bilder gegenüber der Sprache den Vorteil, dass sie holistisch (ganzheitlich) wahrgenommen werden. Die Rezipient*innen erfassen die Aussage eines Bildes sozusagen auf einen Blick. Man spricht auch vom Bildüberlegenheitseffekt  gegenüber sprachlichen Äußerungen, da Sprache linear wahrgenommen wird und somit die Rezeptionszeit der Sprache länger dauert. &lt;br /&gt;
In diesen „Nachhaltigkeits-Texten“, sind u.a. Bilder zu sehen, auf denen intakte Natur mit klarem Wasser, grünen Bäumen, farbenprächtigen Fischen, Schildkröten unter Wasser oder sauberen Meeren, oder aber auch Windräder oder Solarzellen abgebildet sind. Teilweise stehen im Kotext dieser Bilder die Wörter Nachhaltigkeit, Umweltschutz und der Firmenname des jeweiligen Unternehmens oder die Branche. Bei einigen Kreuzfahrtanbietern bspw. Nachhaltige Kreuzfahrt.&lt;br /&gt;
In Kombination mit Sprache tragen diese Bilder dazu bei, dass wir einen klimafreundlichen Eindruck im Kopf behalten. Grund dafür ist unser Welt- bzw. verstehensrelevantes Wissen, das durch diese Bilder evoziert wird. Denn durch das wissen die Rezipient*innen, dass klares Wasser und farbenfrohe Fische ein Zeichen dafür sind, dass diese gesund sind sowie Solarzellen und Windräder als klimafreundliche oder auch grüne Energiequellen gelten. Und somit als Zeichen für Umwelt- oder Klimaschutz in unserer Gesellschaft stehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Siegel als Argumente aus dem Autoritätstopos ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Möglichkeit sein klimafreundliches Image zum Ausdruck zu bringen ist die Angabe und der Verweis auf anerkannte Umwelt- oder Klimaschutzsiegel. Zu finden sind diese Siegel bspw. auf Produkten wie Teepackungen, Schreibheften, Büchern etc. Doch auch ein bekanntes Kreuzfahrtschiff trägt mittlerweile das Umweltzeichen des Blauen Engels. Mit dem Abdrucken dieser Siegel, die ein Unternehmen für seine Klima- oder Umweltschutzleistungen bekommen hat, argumentiert es sozusagen aus dem Autoritätstopos heraus, dass es verantwortungsbewusst im Sinne des Klimaschutzes etc. handelt. Das funktioniert deshalb, weil einem Siegel oder einem Prüfzeichen in unserer Gesellschaft allgemein eine große Bedeutung zugesprochen wird, weil man davon ausgehen kann, dass Produkte, die ein Umweltsiegel bspw. von Seiten einer dafür autorisierten Institution tragen, besonders geprüft wurden.&lt;br /&gt;
Die Autorität ist dabei die Institution, die das Siegel vergibt und die dafür verantwortlich ist, zu prüfen, ob ein Unternehmen oder ein Produkt den Richtlinien dieses Zertifikates entspricht. Grundlage dessen ist die allgemeine Übereinkunft, dass Expertenwissen höher einzuschätzen ist als das Wissen von Laien.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anscheinend ist der Klimawandel, der Teil des Nachhaltigkeitsframes ist, ein Thema dem sich keine Branche und auch kein Unternehmen mehr entziehen kann, ohne auch selbst ein Statement dazu abzugeben, auch etwas gegen die Klimakatastrophe zu tun. Was in der heutigen [[Diskurs und Diskursanalyse|Diskurssituation]] vielleicht als selbstverständlich angesehen wird, war keines falls „schon immer so“. Dafür genügt ein Blick auf die Werbung eines großen Erdölproduzenten aus dem Jahr 1962. In dieser heißt es: „[https://books.google.de/books?id=k00EAAAAMBAJ&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;hl=de&amp;amp;source=gbs_ge_summary_r&amp;amp;cad=0#v=twopage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Each day Humble supplies enough Energy to melt 7 Million Tons of Glacier!”] &lt;br /&gt;
In den 1960-er Jahren konnte demnach ein erdölproduzierendes Unternehmen noch damit für sich werben, dass es in der Lage sei, jeden Tag so viel Energie zu liefern, dass sie 7 Millionen Tonnen Gletschereis zum Schmelzen bringen können.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nicole Kasper</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Benutzer:Nicole_Kasper/Werkstatt&amp;diff=5739</id>
		<title>Benutzer:Nicole Kasper/Werkstatt</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Benutzer:Nicole_Kasper/Werkstatt&amp;diff=5739"/>
		<updated>2023-04-19T08:30:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Nicole Kasper: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Werkstatt}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Klimafreundliche Selbstdarstellung von Unternehmen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Artikel ist Teil der Reihe [[Unternehmenskommunikation]] und befasst sich mit der [[Multimodalität|multimodalen]] Konstruiertheit von klimafreundlicher Selbstdarstellung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Thematik des Klimawandels begegnet uns im Alltag nicht nur durch die [[Analyse von Pressetexten|Massenmedien]], sondern auch auf Lebensmitteln, Kosmetikartikelverpackungen, oder aller anderen Art von Alltagsgegenständen. Grund dafür sind die unterschiedlichen mehr oder weniger kleinen „Nachhaltigkeitstexte“, die nicht nur auf Produktverpackungen, sondern auch auf Webseiten und Social Media Auftritten von Unternehmen, in der Werbung oder in Katalogen, zu finden sind. Daran ist u.a. zu erkennen, dass das Thema omnipräsent und aus den öffentlichen [[Diskurs und Diskursanalyse|Diskursen]] nicht mehr wegzudenken ist.&lt;br /&gt;
Mittlerweile äußert sich nahezu jedes Unternehmen zu Klimawandel oder Nachhaltigkeit. Das heißt, auch Branchen, die in der öffentlichen Diskussion eher kritisch betrachtet werden, wenn es um das Thema Klima- und Umweltschutz geht. Wie bspw. die Automobilindustrie, die Lebensmittelindustrie, insbesondere die Fleischproduktion, oder die Kreuzfahrtbranche, um nur vier zu nennen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das zeigt sich in Texten, die in der Regel nicht nur aus sprachlichen Zeichen, sondern auch aus Bildern oder anderen Zeichenmodalitäten bestehen. Somit handelt es sich aus linguistischer Sicht um [[Multimodalität|multimodale]] Texte. Wenn in diesem Beitrag von Texten die Rede ist, sind diese multimodal verfassten Texte (mit-)gemeint, da hier von einem semiotisch erweiterten Textbegriff ausgegangen wird. Nach diesem Verständnis trägt jede Zeichenform, die in einem Text verwendet wird, für einen wichtigen Teil zur Bedeutungsbildung des Textes bzw. dessen Aussage bei.  Für die Textanalyse bedeutet das nach Klug: „Will man [als Linguist*in, N. K.] Sprache so beschreiben, wie sie gebraucht wird, lässt sie sich nicht aus ihren multimodalen Kontexten lösen“.  Das heißt, die Linguist*innen analysieren nicht nur die Sprache eines Textes, sondern alle Zeichenmodalitäten, die in dem zu untersuchenden Kommunikat vorkommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Funktion von (Nachhaltigkeits)- Texten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Texte dienen vor allem der Kommunikation. Diese Kommunikation kann unterschiedliche Funktionen haben, deshalb spricht man auch von der sogenannten Textfunktion. Die „Nachhaltigkeits-Texte“, um die es hier geht, übernehmen zwei Funktionen: Zum einen übermitteln sie eine sachliche Information – bspw., dass Tee aus nachhaltigem Anbau etc. sei – und gleichzeitig vermitteln sie auch ein gewisses Image eines Unternehmens. Durch eine [[Analyse von Pressetexten|pragmalinguistische Textanalyse]] solcher Texte, die auf Webseiten oder Produkten stehen, lässt sich somit auch einiges über die Selbstdarstellung dieser Firmen erkennen. Im Folgenden wird auf drei Formen eingegangen, die zu einer klimafreundlichen Selbstinszenierung beitragen können und die Zeichenmodalitäten Sprache und Bild mit einbeziehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Klimawandel und der Nachhaltigkeits-Frame ===&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Auch wenn in Texten, die Unternehmen auf ihren Webseiten oder auf Produktverpackungen veröffentlichen, nicht immer explizit vom Klimawandel oder Klimaschutz die Rede ist, sondern vermehrt der Begriff Nachhaltigkeit verwendet wird, ist die Klimathematik dennoch mitgemeint. Denn hinter dem „großen“ Begriff der Nachhaltigkeit stehen Themen und Maßnahmen der Schonung natürlicher Ressourcen und somit letztendlich wieder der Klima- und Umweltschutz. Dass Leser*innen das erkennen und einordnen, liegt an sogenannten Frames – genauer: Wissensrahmen -. Diese sind „kognitive Einheiten, in denen stereotypes Wissen über Sachverhalte und Situationen gespeichert ist. Sie dienen der Orientierung in der Welt“  und sie helfen uns dabei verschiedene Sachverhalte zu verstehen, da in ihnen unser sogenanntes ‚Weltwissen‘ verankert ist. „Frames ‚enthalten‘ Frames und Frames ‚sind Teil von‘ übergeordneten Frames“.  Auch der Nachhaltigkeits-Frame besteht aus verschiedenen Frames wie bspw. dem des Klimawandels, Umweltschutzes, sozialer Verantwortung, Biodiversität, Abfall und Müll sowie Recycling usw. Diese Wissensrahmen können bei uns durch verschiedene Zeichenmodalitäten wie Sprache, Bilder, Gerüche oder auch Geräusche evoziert werden.  Das heißt, aufgrund der kognitiven Verknüpfung der Frames verbinden Rezipient*innen den Nachhaltigkeitsbegriff automatisch u.a. mit dem Klimawandel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sprachliche Konstruiertheit von Klimafreundlichkeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Unternehmen führen mittlerweile eine extra Rubrik zur Nachhaltigkeit auf ihrer Webseite , auf der sie sich dazu äußern, welche Maßnahmen sie für ein nachhaltiges Handeln und Produzieren befolgen. Dabei kann zwischen expliziten und impliziten Äußerungen unterschieden werden. Zum klaren Ansprechen der Thematik zählen Formulierungen wie Unser Beitrag zum Klimaschutz, Gut fürs Klima oder Wir setzen uns für den Schutz der Umwelt ein etc. In der Sprachwissenschaft spricht man in diesen Fällen auch von der punktuellen Bedeutungsbildung. Bei dieser kann man „bei der Frage nach der Bedeutung des Textes meist auf einzelne Textstellen verweisen, die man für semantisch relevant hält, wie bspw. zentrale lexikalische Ausdrücke“. &lt;br /&gt;
Das Gegenteil davon ist die flächige Bedeutungsbildung, bzw. das implizite Sprechen über klimafreundliches Handeln, sozusagen das, was man allgemeinsprachlich auch das „zwischen den Zeilen stehende“ nennt. Bei solchen Texten haben die Rezipient*innen den Eindruck, dass ein Unternehmen oder eine Person klimafreundlich handelt, ohne dass diese Themen direkt angesprochen werden. An folgendem Textausschnitt soll das einmal exemplifiziert werden:&lt;br /&gt;
„[…] Wenn Alteisensammlung war, zogen wir mit dem Anhänger durch die Straßen und sammelten alte kaputte Fahrradteile ein, aus denen wir dann wieder funktionierende Velos zusammenbauten […]. [Und, N.K.], weil uns […] unser Vater gezeigt hat, wie ein Komposthaufen funktioniert und es Spaß macht, wenn man in Kreisläufen denkt und handelt […] entstand die Einsicht, dass aus Abfall, im besten Fall, noch einmal etwas wird […].“ &lt;br /&gt;
Die Handlungen, die hier in dem Textauszug beschrieben werden, können als Inbegriff des nachhaltigen Handelns gesehen werden. Aus alten Dingen wird Neues hergestellt. Hieran ist zu erkennen, dass es das Schlagwort der Nachhaltigkeit oder des Umweltschutzes gar nicht braucht, um den Wissensrahmen von Nachhaltigkeit bei uns auszulösen. Da die Bedeutung hier nicht an einem einzelnen Wort festzumachen ist, sondern durch die Summe der Lexeme bzw. Handlungsbeschreibungen, nämlich das Einsammeln von Alteisen, das Zusammenbauen neuer Fahrräder aus alten kaputten Fahrradteilen sowie das Denken in Kreisläufen und Recyceln von Abfall, ist in der Linguistik in solchen Fällen auch von der sogenannten flächigen Bedeutungsbildung die Rede. Das heißt: Die Bedeutung entsteht „durch die Summe der semantischen Wirkung von Textelementen, ohne dass ein einzelnes dieser Textelemente bereits die nur über die Gesamtfläche des Textes entstehende Bedeutung anzeigt“.  Kurz gesagt: der klimafreundliche Eindruck bildet sich über die Fläche des Textes, durch die Handlungsbeschreibungen, die zur Nachhaltigkeit passen heraus und somit bei den Rezipient*innen den Nachhaltigkeits- und Klimaschutzframe auslösen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Funktion und Einsatz von Bildern ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch nicht nur Sprache kann ein klimafreundliches Image vermitteln, sondern auch der Einsatz von Bildern trägt dazu bei. Dabei haben Bilder gegenüber der Sprache den Vorteil, dass sie holistisch (ganzheitlich) wahrgenommen werden. Die Rezipient*innen erfassen die Aussage eines Bildes sozusagen auf einen Blick. Man spricht auch vom Bildüberlegenheitseffekt  gegenüber sprachlichen Äußerungen, da Sprache linear wahrgenommen wird und somit die Rezeptionszeit der Sprache länger dauert. &lt;br /&gt;
In diesen „Nachhaltigkeits-Texten“, sind u.a. Bilder zu sehen, auf denen intakte Natur mit klarem Wasser, grünen Bäumen, farbenprächtigen Fischen, Schildkröten unter Wasser oder sauberen Meeren, oder aber auch Windräder oder Solarzellen abgebildet sind. Teilweise stehen im Kotext dieser Bilder die Wörter Nachhaltigkeit, Umweltschutz und der Firmenname des jeweiligen Unternehmens oder die Branche. Bei einigen Kreuzfahrtanbietern bspw. Nachhaltige Kreuzfahrt.&lt;br /&gt;
In Kombination mit Sprache tragen diese Bilder dazu bei, dass wir einen klimafreundlichen Eindruck im Kopf behalten. Grund dafür ist unser Welt- bzw. verstehensrelevantes Wissen, das durch diese Bilder evoziert wird. Denn durch das wissen die Rezipient*innen, dass klares Wasser und farbenfrohe Fische ein Zeichen dafür sind, dass diese gesund sind sowie Solarzellen und Windräder als klimafreundliche oder auch grüne Energiequellen gelten. Und somit als Zeichen für Umwelt- oder Klimaschutz in unserer Gesellschaft stehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Siegel als Argumente aus dem Autoritätstopos ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Möglichkeit sein klimafreundliches Image zum Ausdruck zu bringen ist die Angabe und der Verweis auf anerkannte Umwelt- oder Klimaschutzsiegel. Zu finden sind diese Siegel bspw. auf Produkten wie Teepackungen, Schreibheften, Büchern etc. Doch auch ein bekanntes Kreuzfahrtschiff trägt mittlerweile das Umweltzeichen des Blauen Engels. Mit dem Abdrucken dieser Siegel, die ein Unternehmen für seine Klima- oder Umweltschutzleistungen bekommen hat, argumentiert es sozusagen aus dem Autoritätstopos heraus, dass es verantwortungsbewusst im Sinne des Klimaschutzes etc. handelt. Das funktioniert deshalb, weil einem Siegel oder einem Prüfzeichen in unserer Gesellschaft allgemein eine große Bedeutung zugesprochen wird, weil man davon ausgehen kann, dass Produkte, die ein Umweltsiegel bspw. von Seiten einer dafür autorisierten Institution tragen, besonders geprüft wurden.&lt;br /&gt;
Die Autorität ist dabei die Institution, die das Siegel vergibt und die dafür verantwortlich ist, zu prüfen, ob ein Unternehmen oder ein Produkt den Richtlinien dieses Zertifikates entspricht. Grundlage dessen ist die allgemeine Übereinkunft, dass Expertenwissen höher einzuschätzen ist als das Wissen von Laien.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anscheinend ist der Klimawandel, der Teil des Nachhaltigkeitsframes ist, ein Thema dem sich keine Branche und auch kein Unternehmen mehr entziehen kann, ohne auch selbst ein Statement dazu abzugeben, auch etwas gegen die Klimakatastrophe zu tun. Was in der heutigen [[Diskurs und Diskursanalyse|Diskurssituation]] vielleicht als selbstverständlich angesehen wird, war keines falls „schon immer so“. Dafür genügt ein Blick auf die Werbung eines großen Erdölproduzenten aus dem Jahr 1962. In dieser heißt es: „[https://books.google.de/books?id=k00EAAAAMBAJ&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;hl=de&amp;amp;source=gbs_ge_summary_r&amp;amp;cad=0#v=twopage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Each day Humble supplies enough Energy to melt 7 Million Tons of Glacier!”] &lt;br /&gt;
In den 1960-er Jahren konnte demnach ein erdölproduzierendes Unternehmen noch damit für sich werben, dass es in der Lage sei, jeden Tag so viel Energie zu liefern, dass sie 7 Millionen Tonnen Gletschereis zum Schmelzen bringen können.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nicole Kasper</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Ringvorlesung_Climate_Thinking_2022/23&amp;diff=5644</id>
		<title>Ringvorlesung Climate Thinking 2022/23</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Ringvorlesung_Climate_Thinking_2022/23&amp;diff=5644"/>
		<updated>2022-10-12T17:45:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Nicole Kasper: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Dieser Artikel bezieht sich auf die '''zweite Ringvorlesung von Climate Thinking''', die im Wintersemester '''2022/23''' unter dem Titel ''Apokalypse und Apathie. Handlungs(un)fähigkeit im Kontext des Klimawandels'' an der Universität Kassel stattfindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Konzept der Ringvorlesung Apokalypse und Apathie==&lt;br /&gt;
Im Wintersemester 2022/23 richtet die Interdisziplinare Arbeitsgruppe Climate Thinking an der&lt;br /&gt;
Universitat Kassel eine Ringvorlesung unter dem Titel Apokalypse und Apathie.&lt;br /&gt;
Handlungs(un)fähigkeit im Kontext des Klimawandels aus.&lt;br /&gt;
Die Ringvorlesung knüpft an ein Graduiertenprojekt der Universität Kassel an, das die Klimakrise&lt;br /&gt;
aus der Perspektive der Geistes- und Kulturwissenschaften in den Blick nimmt. Entgegen der&lt;br /&gt;
Annahme, die globale Veranderung des Klimas sei ein rein naturwissenschaftliches Problem, soll&lt;br /&gt;
der Klimawandel nicht nur als Naturphanomen, sondern auch in seinen komplexen kulturellen&lt;br /&gt;
und gesellschaftlichen Zusammenhangen betrachtet werden. Denn obgleich der anthropogene&lt;br /&gt;
Klimawandel den gesellschaftspolitischen Diskurs bereits seit Jahrzehnten pr agt – ausgelost nicht&lt;br /&gt;
zuletzt durch die Umweltbewegung der 1960er Jahre –, scheint das gesellschaftliche Bewusstsein&lt;br /&gt;
dennoch nicht für weitergehende Änderungen der Lebensgewohnheiten auszureichen, die uns als&lt;br /&gt;
Gesellschaft bisher unfähig gemacht haben, auf das Problem zu reagieren.&lt;br /&gt;
Im Rahmen der geplanten Ringvorlesung soll diesen Gewohnheit en und Sichtweisen nicht nur auf&lt;br /&gt;
den Grund gegangen, sondern auch der Teufelskreis aus Überforderung, Apathie und Resignation&lt;br /&gt;
in den Blick genommen werden. Dabei steht vor dem Hintergrund der Geistes- und&lt;br /&gt;
Kulturwissenschaften stets die Frage im Zentrum, wie über den Klimawandel gesprochen, erzählt&lt;br /&gt;
und nachgedacht wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Zweite Veranstaltungsreihe der Climate Thinking Ringvorlesung ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable sortable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Programm&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Termin !! Vortragende !! Titel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 26.10.2022 || Team der Ringvorlesung &amp;amp; Martin Böhnert (Philosophie, Universität Kassel)|| Was bedeutet Climate Thinking? Vorstellung der IAG&lt;br /&gt;
The Science is Clear: Climate Action Now! Über die (Ir)relevanz der Geistes- und Kulturwissenschaften in der Klimakrise&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 02.11.2022|| Simon Probst (Literaturwissenschaft, Universität Vechta)|| Staying with the Ends of the World. Wie uns apokalyptisches Denken beim Überleben hilft&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 09.11.2022 || Anna Spielvogel (Französische Linguistik, Universität Göttingen, Patricia de Crignis &amp;amp; Teresa Gruber (Romanistische Linguistik, LMU München) || 'Innovation'? - 'Opfer' oder 'Täter'? Eine linguistische Perspektivierung sprachlicher Muster im Klimawandeldiskurs der Romania&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 16.11.2022|| Karolin Schmitt-Weidmann (Musikwissenschaft, Hochschule für Musik Detmold) || Klima in der Musik – Musik für das Klima: Ein Thema in sechs Variationen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 23.11.2022 || Rolf Scheuermann (Tibetologie, Universität Heidelberg, Annika Rink (Hispanistische Kulturwissenschaft, Universität Kassel) || Mit entschlossenen Bestrebungen dem Klimawandel entgegenwirken? Eine tibetisch-buddhistische Perspektive; Katastrophale Kontinuitäten – Klimakämpfe in Ecuador&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 30.11.2022|| Carla Lohmann-Malegiannakis (Kunstgeschichte,Freie Universität Berlin)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
 || Die endlose Dämmerung der ökokritischen Gegenwartskunst und Wege aus der Apathie&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 07.12.2022 || Michael Mecklenburg (Germanistische Mediävistik, Universität Kassel) || Weltuntergangshoffnung! Zur Idee der herbeigesehnten Apokalypse im deutschsprachigen Mittelalter&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 14.12.2022 || Christine Riess &amp;amp; Christina Liemann (Germanistische Linguistik, Universität Kassel) || &amp;quot;Von Gretl, der kleinen Klimasirene&amp;quot;. Apathie ad hominem bei rechten Youtubern.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 11.01.2023 || Anke Christensen (Literaturwissenschaft und Literaturdidaktik, Universität Kiel), Elisa Hollerweger &amp;amp; Nils Lehnert (Literaturwissenschaft, Universität Bremen) || „Von großen und kleinen Weltretter*innen“ – Kinder- und Jugendliteratur zum Thema Klimawandel aus fachwissenschaftlicher und fachdidaktischer Perspektive&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|18.01.2023|| Felix Peter (Psychologie, Landesschulamt Sachsen-Anhalt)||Resilienz als Konzept für die Klimakrise. Von der individuellen zur Systemperspektive &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 25.01.2023|| Antonia Villinger (Literaturwissenschaft, Universität Bamberg) || Vom schwarzen Gold zum Klimagegner. Kohle in der deutschsprachigen Literatur des 20. Jahrhunderts&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 01.02.2023 || Jan Dorian (Digitale Ethik, Hochschule der Medien Stuttgart) ||Mit KI aus der Krise? Lösungsorientierte Klimadiskurse im kontemporären Sachbuch-Bestseller &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 08.02.2023 || Ringvorlesungs-Team: Tamara Bodden, Nicole Kasper, Christina Liemann, Christine Riess, Annika Rink, Valentina Roether, Jan Sinning, Vanessa Sternath, Maria Weber (Universität Kassel) || Apokalypse &amp;amp; Apathie Revisited&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
===Format===&lt;br /&gt;
Die Veranstaltung findet ab dem 26.10.22 jeweils mittwochs von 20:15 -21:45 Uhr an der Universität Kassel im Campus Center, Hörsaal 3, Moritzstraße 18, 34127 Kassel statt und ist auch digital als Livestream unter [http://Livestream : https://uni-kassel.zoom.us/j/99159957615?pwd=ay9NUmFwTWw5MVBxV2ZUU3kvYVdqdz09] zugänglich. Die Vorlesung&lt;br /&gt;
richtet sich an interessierte Personen aus Hochschule und Öffentlichkeit. Das Konzept sieht&lt;br /&gt;
Vorträge in einer Länge von 30 Minuten vor, die anschließend im Rahmen von Climate Thinking&lt;br /&gt;
eingeordnet und zur offenen Diskussion freigegeben werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für weitere Fragen stehen wir gerne per Mail unter iag@climate-thinking.de zur Verfugung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Climate Thinking]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ringvorlesungen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nicole Kasper</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Lehrschwerpunkt_Climate_Thinking&amp;diff=5416</id>
		<title>Lehrschwerpunkt Climate Thinking</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Lehrschwerpunkt_Climate_Thinking&amp;diff=5416"/>
		<updated>2022-05-31T10:33:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Nicole Kasper: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Logo-Piktos.png|200px|rechts]]&lt;br /&gt;
Der '''Lehrschwerpunkt Climate Thinking''' des Fachbereichs 02 (Geistes- und Kulturwissenschaften) der Universität Kassel fand als Pilotprojekt das erste Mal im Sommersemester 2020 statt. Auf dieser Seite sind alle Lehrveranstaltungen archiviert, die sich bisher am Lehrschwerpunkt [[Climate Thinking]] beteiligt haben. Die Lehrveranstaltungen sind dabei nicht Disziplinen oder Instituten zugeordnet, sondern anhand des in der Veranstaltung jeweils im Fokus stehenden Zugangs: [[Über Klimawandel sprechen]], [[Vom Klimawandel erzählen]] und [[Über Klimawandel nachdenken]]. Zudem ist das [[Living Handbook]] selbst Teil des [[Living Handbook als Lehrprojekt|didaktischen Konzepts]] von Climate Thinking.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lehrveranstaltungen zu „Über Klimawandel sprechen“==&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable sortable&amp;quot;&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot; width=50%| Veranstaltungstitel&lt;br /&gt;
! Dozent*in&lt;br /&gt;
! Institut&lt;br /&gt;
! Semester&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|#fridaysforfuture – Digitale Diskurse im Deutschunterricht&lt;br /&gt;
|Böhm, Felix, Dr.&lt;br /&gt;
|Institut für Germanistik&lt;br /&gt;
|2020 SoSe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|„Dies ist die Geschichte unseres Planeten im Wandel.“ Die Sprache des Dokumentarfilms.&lt;br /&gt;
|Böhm, Felix, Dr.&lt;br /&gt;
|Institut für Germanistik&lt;br /&gt;
|2020/21 WiSe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|„Dies ist die Geschichte unseres Planeten im Wandel.“ Die Sprache des Dokumentarfilms.&lt;br /&gt;
|Böhm, Felix, Dr.&lt;br /&gt;
|Institut für Germanistik&lt;br /&gt;
|2021 SoSe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Digitale Schreibaufgaben für den Deutschunterricht - Profilierung von Schreibanlässen zum Thema &amp;quot;Klima&amp;quot; in digitaler Schreibumgebung&lt;br /&gt;
|Rieß-Mork , Daniela&lt;br /&gt;
|Institut für Germanistik&lt;br /&gt;
|2021/22 WiSe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Digitaler Deutschunterricht – Anregung von Schreibanlässen zum Thema &amp;amp; Handlungsfeld „Klima“&lt;br /&gt;
|Rieß-Mork, Daniela&lt;br /&gt;
|Institut für Germanistik&lt;br /&gt;
|2020/21 WiSe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Lesen Dieselfahrer nur Bild und Veganer nur die taz? – Eine Analyse der Berichterstattungsprofile deutscher Leitmedien am Beispiel des Themas Klimawandel&lt;br /&gt;
|Reszke, Paul, Dr.&lt;br /&gt;
|Institut für Germanistik&lt;br /&gt;
|2020 SoSe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Linguistik und Big Data: Klimawandel, Klimakrise, Umweltschutz...&lt;br /&gt;
|Lautenschläger, Sina, Dr.&lt;br /&gt;
|Institut für Germanistik&lt;br /&gt;
|2020/21 WiSe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Klimawandel und Öffentlichkeitsarbeit. Sprachwissenschaftliche Zugänge zu einem 'heißen' Thema.&lt;br /&gt;
|Kasper, Nicole&lt;br /&gt;
|Institut für Germanistik&lt;br /&gt;
|2020/21 WiSe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|(Sprach-)Geschichte wiederholt sich? – Der Atomkraftdiskurs im Vergleich mit der öffentlichen Kommunikation über die Klimakrise&lt;br /&gt;
|Reszke, Paul, Dr.&lt;br /&gt;
|Institut für Germanistik&lt;br /&gt;
|2021 SoSe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Von Beuys' Bäumen und Bakargievs Erdbeeren – Umweltaktivismus im documenta-Diskurs von 1982-2017&lt;br /&gt;
|Reszke, Paul, Dr.&lt;br /&gt;
|Institut für Germanistik&lt;br /&gt;
|2020 SoSe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|(Wann) sprechen wissenschaftliche Tatsachen für sich? – Der Klimawandeldiskurs auf YouTube zwischen Authentizität und Inszenierung&lt;br /&gt;
|Reszke, Paul, Dr.&lt;br /&gt;
|Institut für Germanistik&lt;br /&gt;
|2020/21 WiSe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&amp;quot;Klimawandel - Kinderkram?&amp;quot; Wie wird über Klimawandel in journalistischen Texten für Kinder- und Jugendliche gesprochen?&lt;br /&gt;
|Kasper, Nicole&lt;br /&gt;
|Institut für Germanistik&lt;br /&gt;
|2021/22 WiSe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Die Sprache des Klimawandels&lt;br /&gt;
|Böhm, Felix, Dr.&lt;br /&gt;
|Germanistisches Seminar (Universität Siegen)&lt;br /&gt;
|2022 SoSe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Die Sprache des Klimawandels&lt;br /&gt;
|Böhm, Felix, Dr.&lt;br /&gt;
|Germanistisches Seminar (Universität Siegen)&lt;br /&gt;
|2022 SoSe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&amp;quot;Zwischen Geolino und medizini&amp;quot;. Journalistische Texte für Kinder und Jugendliche gestern und heute.&lt;br /&gt;
|Kasper, Nicole&lt;br /&gt;
|Institut für Germanistik&lt;br /&gt;
|2022 SoSe&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lehrveranstaltungen zu „Vom Klimawandel erzählen“==&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable sortable&amp;quot;&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot; width=50%| Veranstaltungstitel&lt;br /&gt;
! Dozent*in&lt;br /&gt;
! Institut&lt;br /&gt;
! Semester&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|20th and 21st Dystopias: Climate Change, Gender, Work&lt;br /&gt;
|Bach, Susanne, Prof. Dr.&lt;br /&gt;
|Institut für Anglistik / Amerikanistik&lt;br /&gt;
|2021/21 WiSe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|American Nature Writing&lt;br /&gt;
|Göske, Daniel, Prof. Dr.&lt;br /&gt;
|Institut für Anglistik / Amerikanistik&lt;br /&gt;
|2020/21 WiSe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Buen Vivir und Literatur&lt;br /&gt;
|Rink, Annika&lt;br /&gt;
|Institut für Romanistik&lt;br /&gt;
|2021/22 WiSe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Castaway Tales&lt;br /&gt;
|Sezi, Murat&lt;br /&gt;
|Institut für Anglistik / Amerikanistik&lt;br /&gt;
|2021/22 WiSe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Climate Change Fiction&lt;br /&gt;
|Sezi, Murat&lt;br /&gt;
|Institut für Anglistik / Amerikanistik&lt;br /&gt;
|2020 SoSe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Die Ödnis erzählen. Literarische und filmische Entwürfe (vermeintlich) unwirtlicher Landschaften&lt;br /&gt;
|Frank, Caroline, Dr.&lt;br /&gt;
|Institut für Germanistik&lt;br /&gt;
|2020/21 WiSe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Ecocritical Readings of Nature Poetry&lt;br /&gt;
|Göske, Daniel, Prof. Dr.&lt;br /&gt;
|Institut für Anglistik / Amerikanistik&lt;br /&gt;
|2021/22 WiSe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Ecology and Feminism&lt;br /&gt;
|Sezi, Murat&lt;br /&gt;
|Institut für Anglistik / Amerikanistik&lt;br /&gt;
|2020/21 WiSe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Klima und Umwelt in der aktuellen Literatur&lt;br /&gt;
|Greif, Stefan, Prof. Dr.&lt;br /&gt;
|Institut für Germanistik&lt;br /&gt;
|2020/21 WiSe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Klima- und Umweltbewegung in der Kinder- und Jugendliteratur&lt;br /&gt;
|Sinning, Jan&lt;br /&gt;
|Institut für Germanistik&lt;br /&gt;
|2020 SoSe &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Klimawandel auf der Bühne&lt;br /&gt;
|Lehnert, Nils, Dr.; Meywirth, Anna Carina&lt;br /&gt;
|Institut für Germanistik&lt;br /&gt;
|2020/21 WiSe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Klimawandel erzählen – Eine erzähltheoretische Betrachtung von Klimafiktion&lt;br /&gt;
|Lorenz, Philippe&lt;br /&gt;
|Institut für Germanistik&lt;br /&gt;
|2020/21 WiSe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Klimawandel in der Literatur seit 2000&lt;br /&gt;
|Meywirth, Anna&lt;br /&gt;
|Institut für Germanistik&lt;br /&gt;
|2021/22 WiSe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Klimawandel in der Kinder- und Jugendliteratur&lt;br /&gt;
|Sinning, Jan&lt;br /&gt;
|Institut für Germanistik&lt;br /&gt;
|2021 SoSe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Literature and Science&lt;br /&gt;
|Sezi, Murat&lt;br /&gt;
|Institut für Anglistik / Amerikanistik&lt;br /&gt;
|2021 SoSe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Mensch-Natur-Beziehungen in Erzählungen um 1900&lt;br /&gt;
|Terborg, Karin&lt;br /&gt;
|Institut für Germanistik&lt;br /&gt;
|2020/21 WiSe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Modern Theatre and Climate Thinking &lt;br /&gt;
|Heiler, Lars, Dr.&lt;br /&gt;
|Institut für Anglistik / Amerikanistik&lt;br /&gt;
|2021/22 WiSe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Nature Writing in Old and New England &lt;br /&gt;
|Göske, Daniel, Prof. Dr.&lt;br /&gt;
|Institut für Anglistik / Amerikanistik&lt;br /&gt;
|2021 SoSe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|„Schnell mal die Welt retten“ – Eine literatursoziologische Betrachtung des Klimawandels &lt;br /&gt;
|Lorenz, Philippe; Simon, Jan Niklas&lt;br /&gt;
|Institut für Germanistik&lt;br /&gt;
|2020 SoSe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Umweltdystopien in der Kinder- und Jugendliteratur&lt;br /&gt;
|Sinning, Jan&lt;br /&gt;
|Institut für Germanistik&lt;br /&gt;
|2020/21 WiSe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Was is(s)t die Welt? Dokumentarfilmische Perspektiven des Climate Thinking&lt;br /&gt;
|Kreuzer, Stefanie, Prof. Dr.&lt;br /&gt;
|Institut für Germanistik&lt;br /&gt;
|2020/21 WiSe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Buen Vivir und Literatur&lt;br /&gt;
|Rink, Annika&lt;br /&gt;
|Institut für Romanistik&lt;br /&gt;
|2021/22 WiSe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Brave New Worlds: SDG goals in 20th and 21st century fiction&lt;br /&gt;
|Bach, Susanne, Prof. Dr.&lt;br /&gt;
|Institut für Anglistik / Amerikanistik&lt;br /&gt;
|2021/22 WiSe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Einführung in die ökologischen Kulturwissenschaften&lt;br /&gt;
|Chacón-Pino, Mateo&lt;br /&gt;
|Institut für Germanistik&lt;br /&gt;
|2022 SoSe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Buen vivir als Utopie der Nachhaltigkeit und des Postkolonialismus &lt;br /&gt;
|Rink, Annika&lt;br /&gt;
|Institut für Romanistik&lt;br /&gt;
|2022 SoSe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Zu den Themenfeldern &amp;quot;Klima&amp;quot; und &amp;quot;Gesellschaft&amp;quot; argumentieren - Schreibanlässe in digitalen Schreibumgebungen&lt;br /&gt;
|Rieß-Mork, Daniela&lt;br /&gt;
|Institut für Germanistik&lt;br /&gt;
|2022 SoSe&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lehrveranstaltungen zu „Über Klimawandel nachdenken“==&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable sortable&amp;quot;&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot; width=50%| Veranstaltungstitel&lt;br /&gt;
! Dozent*in&lt;br /&gt;
! Institut&lt;br /&gt;
! Semester&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Ästhetisierung der Natur&lt;br /&gt;
|Kries, Carsten, Dr.&lt;br /&gt;
|Institut für Philosophie&lt;br /&gt;
|2021/22 WiSe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Das neue Klimaregime. Perspektive im Ausgang von Bruno Latour&lt;br /&gt;
|Michelini, Francesca, Dr.&lt;br /&gt;
|Institut für Philosophie&lt;br /&gt;
|2021/22 WiSe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Ecocritical Readings of Nature Poetry&lt;br /&gt;
|Göske, Daniel, Prof. Dr.&lt;br /&gt;
|Institut für Anglistik / Amerikanistik&lt;br /&gt;
|2021/22 WiSe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Feministische Perspektiven auf die Globalisierung&lt;br /&gt;
|Paulmann, Franziska&lt;br /&gt;
|Institut für Philosophie&lt;br /&gt;
|2021 SoSe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Formen des Wissens&lt;br /&gt;
|Böhnert, Martin, Dr.&lt;br /&gt;
|Institut für Philosophie&lt;br /&gt;
|2020 SoSe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Kulturökologie Alexander von Humboldts „Ansichten der Natur“  &lt;br /&gt;
|Greif, Stefan, Prof. Dr.&lt;br /&gt;
|Institut für Germanistik&lt;br /&gt;
|2020/21 WiSe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|„Perspektiven Kritischer Theorie“: Kritische Theorie der Natur &lt;br /&gt;
|Stederoth, Dirk, apl. Prof. Dr.&lt;br /&gt;
|Institut für Philosophie&lt;br /&gt;
|2020/2021 WiSe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Philosophie des Organischen. Texte des 20. und 21. Jahrhunderts&lt;br /&gt;
|Michelini, Francesca, Dr.&lt;br /&gt;
|Institut für Philosophie&lt;br /&gt;
|2021 SoSe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Positionen der Umweltethik&lt;br /&gt;
|Köchy, Kristian, Prof. Dr. Dr.&lt;br /&gt;
|Institut für Philosophie&lt;br /&gt;
|2020/21 WiSe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Schöpfung, Tier, Mensch, Maschine – Positionen der Naturethik&lt;br /&gt;
|Smigiel, Patrick Marek&lt;br /&gt;
|Institut für Katholische Theologie&lt;br /&gt;
|2020 SoSe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Science Studies - Wie Wissenschaften Wissen schaffen&lt;br /&gt;
|Böhnert, Martin, Dr.&lt;br /&gt;
|Institut für Philosophie&lt;br /&gt;
|2021/22 WiSe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Soziale Epistemologie und kollaborative Wissensproduktion am Beispiel Wikipedia&lt;br /&gt;
|Böhnert, Martin, Dr.&lt;br /&gt;
|Institut für Philosophie&lt;br /&gt;
|2020/21 WiSe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|There is no Planet B! – Ökologische Theologie aus aktuellem Anlass &lt;br /&gt;
|Schlehahn, Mareike&lt;br /&gt;
|Institut für Katholische Theologie&lt;br /&gt;
|2020 SoSe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Tierethik. Eine Einführung&lt;br /&gt;
|Michelini, Francesca, Dr.&lt;br /&gt;
|Institut für Philosophie&lt;br /&gt;
|2020/21 WiSe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Umweltethik&lt;br /&gt;
|Heuer, Andreas, Dr.&lt;br /&gt;
|Institut für Philosophie&lt;br /&gt;
|2020/21 WiSe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Umwelt- und Klimaethik&lt;br /&gt;
|Schnitker-von Wedelstaedt, Jens, Dr.&lt;br /&gt;
|Institut für Philosophie&lt;br /&gt;
|2021 SoSe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Ethische Bildung im religionsunterrichtlichen Kontext&lt;br /&gt;
|Bertram, Daniel, Dr.&lt;br /&gt;
|Katholische Theologie&lt;br /&gt;
|2021/22 WiSe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Ökofeminismus&lt;br /&gt;
|Köchy, Kristian, Prof. Dr. Dr.&lt;br /&gt;
|Institut für Philosophie&lt;br /&gt;
|2022 SoSe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Philosophie der Pflanzen&lt;br /&gt;
|Michelini, Francesca, Dr.&lt;br /&gt;
|Institut für Philosophie&lt;br /&gt;
|2022 SoSe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Umwelt der Tiere: Jakob von Uexküll zwischen Philosophie und Biologie &lt;br /&gt;
|Michelini, Francesca, Dr.&lt;br /&gt;
|Institut für Philosophie&lt;br /&gt;
|2022 SoSe&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Autor*innenschaft|Vorname=Jana |Nachname=Keßler |Vorname2= |Nachname2= |Tag=21|Monat=04|Jahr=2021|Bearbeitung-Vorname=Jana | Bearbeitung-Nachname=Keßler |Bearbeitung-Vorname2= | Bearbeitung-Nachname2= |Bearbeitung-Tag=7 |Bearbeitung-Monat=5 | Bearbeitung-Jahr=2022 }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Living Handbook]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Climate Thinking]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nicole Kasper</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Lehrschwerpunkt_Climate_Thinking&amp;diff=5415</id>
		<title>Lehrschwerpunkt Climate Thinking</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.climate-thinking.de/index.php?title=Lehrschwerpunkt_Climate_Thinking&amp;diff=5415"/>
		<updated>2022-05-31T10:22:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Nicole Kasper: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Logo-Piktos.png|200px|rechts]]&lt;br /&gt;
Der '''Lehrschwerpunkt Climate Thinking''' des Fachbereichs 02 (Geistes- und Kulturwissenschaften) der Universität Kassel fand als Pilotprojekt das erste Mal im Sommersemester 2020 statt. Auf dieser Seite sind alle Lehrveranstaltungen archiviert, die sich bisher am Lehrschwerpunkt [[Climate Thinking]] beteiligt haben. Die Lehrveranstaltungen sind dabei nicht Disziplinen oder Instituten zugeordnet, sondern anhand des in der Veranstaltung jeweils im Fokus stehenden Zugangs: [[Über Klimawandel sprechen]], [[Vom Klimawandel erzählen]] und [[Über Klimawandel nachdenken]]. Zudem ist das [[Living Handbook]] selbst Teil des [[Living Handbook als Lehrprojekt|didaktischen Konzepts]] von Climate Thinking.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lehrveranstaltungen zu „Über Klimawandel sprechen“==&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable sortable&amp;quot;&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot; width=50%| Veranstaltungstitel&lt;br /&gt;
! Dozent*in&lt;br /&gt;
! Institut&lt;br /&gt;
! Semester&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|#fridaysforfuture – Digitale Diskurse im Deutschunterricht&lt;br /&gt;
|Böhm, Felix, Dr.&lt;br /&gt;
|Institut für Germanistik&lt;br /&gt;
|2020 SoSe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|„Dies ist die Geschichte unseres Planeten im Wandel.“ Die Sprache des Dokumentarfilms.&lt;br /&gt;
|Böhm, Felix, Dr.&lt;br /&gt;
|Institut für Germanistik&lt;br /&gt;
|2020/21 WiSe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|„Dies ist die Geschichte unseres Planeten im Wandel.“ Die Sprache des Dokumentarfilms.&lt;br /&gt;
|Böhm, Felix, Dr.&lt;br /&gt;
|Institut für Germanistik&lt;br /&gt;
|2021 SoSe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Digitale Schreibaufgaben für den Deutschunterricht - Profilierung von Schreibanlässen zum Thema &amp;quot;Klima&amp;quot; in digitaler Schreibumgebung&lt;br /&gt;
|Rieß-Mork , Daniela&lt;br /&gt;
|Institut für Germanistik&lt;br /&gt;
|2021/22 WiSe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Digitaler Deutschunterricht – Anregung von Schreibanlässen zum Thema &amp;amp; Handlungsfeld „Klima“&lt;br /&gt;
|Rieß-Mork, Daniela&lt;br /&gt;
|Institut für Germanistik&lt;br /&gt;
|2020/21 WiSe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Lesen Dieselfahrer nur Bild und Veganer nur die taz? – Eine Analyse der Berichterstattungsprofile deutscher Leitmedien am Beispiel des Themas Klimawandel&lt;br /&gt;
|Reszke, Paul, Dr.&lt;br /&gt;
|Institut für Germanistik&lt;br /&gt;
|2020 SoSe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Linguistik und Big Data: Klimawandel, Klimakrise, Umweltschutz...&lt;br /&gt;
|Lautenschläger, Sina, Dr.&lt;br /&gt;
|Institut für Germanistik&lt;br /&gt;
|2020/21 WiSe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Klimawandel und Öffentlichkeitsarbeit. Sprachwissenschaftliche Zugänge zu einem 'heißen' Thema.&lt;br /&gt;
|Kasper, Nicole&lt;br /&gt;
|Institut für Germanistik&lt;br /&gt;
|2020/21 WiSe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|(Sprach-)Geschichte wiederholt sich? – Der Atomkraftdiskurs im Vergleich mit der öffentlichen Kommunikation über die Klimakrise&lt;br /&gt;
|Reszke, Paul, Dr.&lt;br /&gt;
|Institut für Germanistik&lt;br /&gt;
|2021 SoSe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Von Beuys' Bäumen und Bakargievs Erdbeeren – Umweltaktivismus im documenta-Diskurs von 1982-2017&lt;br /&gt;
|Reszke, Paul, Dr.&lt;br /&gt;
|Institut für Germanistik&lt;br /&gt;
|2020 SoSe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|(Wann) sprechen wissenschaftliche Tatsachen für sich? – Der Klimawandeldiskurs auf YouTube zwischen Authentizität und Inszenierung&lt;br /&gt;
|Reszke, Paul, Dr.&lt;br /&gt;
|Institut für Germanistik&lt;br /&gt;
|2020/21 WiSe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Die Sprache des Klimawandels&lt;br /&gt;
|Böhm, Felix, Dr.&lt;br /&gt;
|Germanistisches Seminar (Universität Siegen)&lt;br /&gt;
|2022 SoSe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Die Sprache des Klimawandels&lt;br /&gt;
|Böhm, Felix, Dr.&lt;br /&gt;
|Germanistisches Seminar (Universität Siegen)&lt;br /&gt;
|2022 SoSe&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lehrveranstaltungen zu „Vom Klimawandel erzählen“==&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable sortable&amp;quot;&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot; width=50%| Veranstaltungstitel&lt;br /&gt;
! Dozent*in&lt;br /&gt;
! Institut&lt;br /&gt;
! Semester&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|20th and 21st Dystopias: Climate Change, Gender, Work&lt;br /&gt;
|Bach, Susanne, Prof. Dr.&lt;br /&gt;
|Institut für Anglistik / Amerikanistik&lt;br /&gt;
|2021/21 WiSe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|American Nature Writing&lt;br /&gt;
|Göske, Daniel, Prof. Dr.&lt;br /&gt;
|Institut für Anglistik / Amerikanistik&lt;br /&gt;
|2020/21 WiSe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Buen Vivir und Literatur&lt;br /&gt;
|Rink, Annika&lt;br /&gt;
|Institut für Romanistik&lt;br /&gt;
|2021/22 WiSe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Castaway Tales&lt;br /&gt;
|Sezi, Murat&lt;br /&gt;
|Institut für Anglistik / Amerikanistik&lt;br /&gt;
|2021/22 WiSe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Climate Change Fiction&lt;br /&gt;
|Sezi, Murat&lt;br /&gt;
|Institut für Anglistik / Amerikanistik&lt;br /&gt;
|2020 SoSe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Die Ödnis erzählen. Literarische und filmische Entwürfe (vermeintlich) unwirtlicher Landschaften&lt;br /&gt;
|Frank, Caroline, Dr.&lt;br /&gt;
|Institut für Germanistik&lt;br /&gt;
|2020/21 WiSe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Ecocritical Readings of Nature Poetry&lt;br /&gt;
|Göske, Daniel, Prof. Dr.&lt;br /&gt;
|Institut für Anglistik / Amerikanistik&lt;br /&gt;
|2021/22 WiSe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Ecology and Feminism&lt;br /&gt;
|Sezi, Murat&lt;br /&gt;
|Institut für Anglistik / Amerikanistik&lt;br /&gt;
|2020/21 WiSe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Klima und Umwelt in der aktuellen Literatur&lt;br /&gt;
|Greif, Stefan, Prof. Dr.&lt;br /&gt;
|Institut für Germanistik&lt;br /&gt;
|2020/21 WiSe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Klima- und Umweltbewegung in der Kinder- und Jugendliteratur&lt;br /&gt;
|Sinning, Jan&lt;br /&gt;
|Institut für Germanistik&lt;br /&gt;
|2020 SoSe &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&amp;quot;Klimawandel&amp;quot; - Kinderkram?&amp;quot; Klimawandel in journalistischen Texten für Kinder- und Jugendliche&lt;br /&gt;
|Casper, Nicole&lt;br /&gt;
|Institut für Germanistik&lt;br /&gt;
|2021/22 WiSe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Klimawandel auf der Bühne&lt;br /&gt;
|Lehnert, Nils, Dr.; Meywirth, Anna Carina&lt;br /&gt;
|Institut für Germanistik&lt;br /&gt;
|2020/21 WiSe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Klimawandel erzählen – Eine erzähltheoretische Betrachtung von Klimafiktion&lt;br /&gt;
|Lorenz, Philippe&lt;br /&gt;
|Institut für Germanistik&lt;br /&gt;
|2020/21 WiSe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Klimawandel in der Literatur seit 2000&lt;br /&gt;
|Meywirth, Anna&lt;br /&gt;
|Institut für Germanistik&lt;br /&gt;
|2021/22 WiSe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Klimawandel in der Kinder- und Jugendliteratur&lt;br /&gt;
|Sinning, Jan&lt;br /&gt;
|Institut für Germanistik&lt;br /&gt;
|2021 SoSe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Literature and Science&lt;br /&gt;
|Sezi, Murat&lt;br /&gt;
|Institut für Anglistik / Amerikanistik&lt;br /&gt;
|2021 SoSe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Mensch-Natur-Beziehungen in Erzählungen um 1900&lt;br /&gt;
|Terborg, Karin&lt;br /&gt;
|Institut für Germanistik&lt;br /&gt;
|2020/21 WiSe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Modern Theatre and Climate Thinking &lt;br /&gt;
|Heiler, Lars, Dr.&lt;br /&gt;
|Institut für Anglistik / Amerikanistik&lt;br /&gt;
|2021/22 WiSe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Nature Writing in Old and New England &lt;br /&gt;
|Göske, Daniel, Prof. Dr.&lt;br /&gt;
|Institut für Anglistik / Amerikanistik&lt;br /&gt;
|2021 SoSe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|„Schnell mal die Welt retten“ – Eine literatursoziologische Betrachtung des Klimawandels &lt;br /&gt;
|Lorenz, Philippe; Simon, Jan Niklas&lt;br /&gt;
|Institut für Germanistik&lt;br /&gt;
|2020 SoSe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Umweltdystopien in der Kinder- und Jugendliteratur&lt;br /&gt;
|Sinning, Jan&lt;br /&gt;
|Institut für Germanistik&lt;br /&gt;
|2020/21 WiSe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Was is(s)t die Welt? Dokumentarfilmische Perspektiven des Climate Thinking&lt;br /&gt;
|Kreuzer, Stefanie, Prof. Dr.&lt;br /&gt;
|Institut für Germanistik&lt;br /&gt;
|2020/21 WiSe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Buen Vivir und Literatur&lt;br /&gt;
|Rink, Annika&lt;br /&gt;
|Institut für Romanistik&lt;br /&gt;
|2021/22 WiSe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Brave New Worlds: SDG goals in 20th and 21st century fiction&lt;br /&gt;
|Bach, Susanne, Prof. Dr.&lt;br /&gt;
|Institut für Anglistik / Amerikanistik&lt;br /&gt;
|2021/22 WiSe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Einführung in die ökologischen Kulturwissenschaften&lt;br /&gt;
|Chacón-Pino, Mateo&lt;br /&gt;
|Institut für Germanistik&lt;br /&gt;
|2022 SoSe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Buen vivir als Utopie der Nachhaltigkeit und des Postkolonialismus &lt;br /&gt;
|Rink, Annika&lt;br /&gt;
|Institut für Romanistik&lt;br /&gt;
|2022 SoSe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Zu den Themenfeldern &amp;quot;Klima&amp;quot; und &amp;quot;Gesellschaft&amp;quot; argumentieren - Schreibanlässe in digitalen Schreibumgebungen&lt;br /&gt;
|Rieß-Mork, Daniela&lt;br /&gt;
|Institut für Germanistik&lt;br /&gt;
|2022 SoSe&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lehrveranstaltungen zu „Über Klimawandel nachdenken“==&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable sortable&amp;quot;&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot; width=50%| Veranstaltungstitel&lt;br /&gt;
! Dozent*in&lt;br /&gt;
! Institut&lt;br /&gt;
! Semester&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Ästhetisierung der Natur&lt;br /&gt;
|Kries, Carsten, Dr.&lt;br /&gt;
|Institut für Philosophie&lt;br /&gt;
|2021/22 WiSe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Das neue Klimaregime. Perspektive im Ausgang von Bruno Latour&lt;br /&gt;
|Michelini, Francesca, Dr.&lt;br /&gt;
|Institut für Philosophie&lt;br /&gt;
|2021/22 WiSe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Ecocritical Readings of Nature Poetry&lt;br /&gt;
|Göske, Daniel, Prof. Dr.&lt;br /&gt;
|Institut für Anglistik / Amerikanistik&lt;br /&gt;
|2021/22 WiSe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Feministische Perspektiven auf die Globalisierung&lt;br /&gt;
|Paulmann, Franziska&lt;br /&gt;
|Institut für Philosophie&lt;br /&gt;
|2021 SoSe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Formen des Wissens&lt;br /&gt;
|Böhnert, Martin, Dr.&lt;br /&gt;
|Institut für Philosophie&lt;br /&gt;
|2020 SoSe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Kulturökologie Alexander von Humboldts „Ansichten der Natur“  &lt;br /&gt;
|Greif, Stefan, Prof. Dr.&lt;br /&gt;
|Institut für Germanistik&lt;br /&gt;
|2020/21 WiSe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|„Perspektiven Kritischer Theorie“: Kritische Theorie der Natur &lt;br /&gt;
|Stederoth, Dirk, apl. Prof. Dr.&lt;br /&gt;
|Institut für Philosophie&lt;br /&gt;
|2020/2021 WiSe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Philosophie des Organischen. Texte des 20. und 21. Jahrhunderts&lt;br /&gt;
|Michelini, Francesca, Dr.&lt;br /&gt;
|Institut für Philosophie&lt;br /&gt;
|2021 SoSe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Positionen der Umweltethik&lt;br /&gt;
|Köchy, Kristian, Prof. Dr. Dr.&lt;br /&gt;
|Institut für Philosophie&lt;br /&gt;
|2020/21 WiSe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Schöpfung, Tier, Mensch, Maschine – Positionen der Naturethik&lt;br /&gt;
|Smigiel, Patrick Marek&lt;br /&gt;
|Institut für Katholische Theologie&lt;br /&gt;
|2020 SoSe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Science Studies - Wie Wissenschaften Wissen schaffen&lt;br /&gt;
|Böhnert, Martin, Dr.&lt;br /&gt;
|Institut für Philosophie&lt;br /&gt;
|2021/22 WiSe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Soziale Epistemologie und kollaborative Wissensproduktion am Beispiel Wikipedia&lt;br /&gt;
|Böhnert, Martin, Dr.&lt;br /&gt;
|Institut für Philosophie&lt;br /&gt;
|2020/21 WiSe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|There is no Planet B! – Ökologische Theologie aus aktuellem Anlass &lt;br /&gt;
|Schlehahn, Mareike&lt;br /&gt;
|Institut für Katholische Theologie&lt;br /&gt;
|2020 SoSe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Tierethik. Eine Einführung&lt;br /&gt;
|Michelini, Francesca, Dr.&lt;br /&gt;
|Institut für Philosophie&lt;br /&gt;
|2020/21 WiSe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Umweltethik&lt;br /&gt;
|Heuer, Andreas, Dr.&lt;br /&gt;
|Institut für Philosophie&lt;br /&gt;
|2020/21 WiSe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Umwelt- und Klimaethik&lt;br /&gt;
|Schnitker-von Wedelstaedt, Jens, Dr.&lt;br /&gt;
|Institut für Philosophie&lt;br /&gt;
|2021 SoSe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Ethische Bildung im religionsunterrichtlichen Kontext&lt;br /&gt;
|Bertram, Daniel, Dr.&lt;br /&gt;
|Katholische Theologie&lt;br /&gt;
|2021/22 WiSe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Ökofeminismus&lt;br /&gt;
|Köchy, Kristian, Prof. Dr. Dr.&lt;br /&gt;
|Institut für Philosophie&lt;br /&gt;
|2022 SoSe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Philosophie der Pflanzen&lt;br /&gt;
|Michelini, Francesca, Dr.&lt;br /&gt;
|Institut für Philosophie&lt;br /&gt;
|2022 SoSe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Umwelt der Tiere: Jakob von Uexküll zwischen Philosophie und Biologie &lt;br /&gt;
|Michelini, Francesca, Dr.&lt;br /&gt;
|Institut für Philosophie&lt;br /&gt;
|2022 SoSe&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Autor*innenschaft|Vorname=Jana |Nachname=Keßler |Vorname2= |Nachname2= |Tag=21|Monat=04|Jahr=2021|Bearbeitung-Vorname=Jana | Bearbeitung-Nachname=Keßler |Bearbeitung-Vorname2= | Bearbeitung-Nachname2= |Bearbeitung-Tag=7 |Bearbeitung-Monat=5 | Bearbeitung-Jahr=2022 }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Living Handbook]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Climate Thinking]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nicole Kasper</name></author>
	</entry>
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